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Baden-Württemberg

Kitas im Raum Heilbronn sollen am Mittwoch wegen Streiks geschlossen bleiben

  
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Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft die Erzieherinnen und Erzieher im Südwesten ab Dienstag erneut zu Warnstreiks auf. Auch Stadt und Landkreis Heilbronn sind betroffen.

Von dpa und unserer Redaktion
Ein Kind spielt in einer Kita.
Ein Kind spielt in einer Kita.  Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Illustration

Viele Eltern müssen sich in der kommenden Woche erneut darauf einstellen, eine andere Lösung für die Betreuung ihrer Kinder zu finden.

Den Grund für die erneuten Streiks nannte Verdi-Vizechefin Hannah Binder am Freitag in Stuttgart: Um die immer größere Fachkräftelücke im Sozial- und Erziehungsdienst zu schließen wollten die Arbeitgeber weiterhin auf Werbekampagnen setzen. Sie lehnten Gespräche über eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen ab und somit auch Vereinbarungen zur Qualität der Angebote.

Am Mittwoch streiken Beschäftigte in Heilbronn

Laut Verdi sind Einrichtungen in Stadt und Landkreis Heilbronn am Mittwoch aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Betroffene Eltern sollen vorab informiert werden. Demnach ging der Aufruf an Erzieherpersonal kommunaler Kitas, aber auch an Sozialarbeiter. Katharina Kaupp, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Heilbronn-Neckar-Franken, erwartet "ein starkes Zeichen". Sie rechnet mit mehr Teilnehmern als beim jüngsten Streiktag im März, als schon mehrere Betreuungseinrichtungen in der Region geschlossen hatten.

Auch im Rems-Murr-Kreis wird am Mittwoch gestreikt. Mit geschlossenen Einrichtungen müssen Eltern im Kreis Ludwigsburg, in Ulm sowie in Rastatt und Offenburg bereits am Dienstag rechnen. 


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Die Arbeitgeberseite hatte die Warnstreiks in der Vergangenheit regelmäßig kritisiert und erklärt, man sei in konstruktiven Verhandlungen und die Gewerkschaften könnten an diesen sehen, dass man so agiere, dass eine Einigung möglich sei.

Verdi fordert für die bundesweit rund 330.000 betroffenen Beschäftigten bessere Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen Fachkräftemangel und eine höhere Eingruppierung vieler Mitarbeiter. In Baden-Württemberg sind nach Angaben der Arbeitgeber rund 50.000 Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst betroffen. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 16. und 17. Mai in Potsdam geplant.

 

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