Ludwigsburg (dpa)
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Junge Sanitäterin schon vier Monate vor Festnahme gekündigt

  
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Eine Sanitäterin soll Medikamente in Getränke ihrer Kollegen gemischt haben, einer von ihnen stirbt beinahe. Lange wird rund um den Verdacht ermittelt. Das DRK hat da bereits Fakten geschaffen.

Bereits vier Monate vor ihrer Festnahme im vergangenen Januar war die angehende Notfallsanitäterin fristlos vom Deutschen Roten Kreuz gekündigt worden.
Bereits vier Monate vor ihrer Festnahme im vergangenen Januar war die angehende Notfallsanitäterin fristlos vom Deutschen Roten Kreuz gekündigt worden.  Foto: Jason Tschepljakow/dpa

Bereits vier Monate vor ihrer Festnahme im vergangenen Januar ist eine angehende Notfallsanitäterin fristlos vom Deutschen Roten Kreuz gekündigt worden, weil sie Kollegen auf ihrer Rettungswache Medikamente in die Getränke gemischt haben soll. Zuvor habe sich der Anfangsverdacht durch weitere Indizien verdichtet, teilte der Ludwigsburger DRK-Kreisverband mit. 

Hausverbot habe die Frau zu diesem Zeitpunkt bereits gehabt, weil die Polizei das DRK schon nach dem Kollaps des ersten mutmaßlichen Opfers über den Verdacht informiert habe. Der Mitarbeiter einer Rettungswache war laut DRK im April des vergangenen Jahres wegen neurologischer Ausfälle während des Dienstes in die Notaufnahme eines Krankenhauses gebracht worden und habe dort das Bewusstsein verloren. Die Mitarbeiterin wurde danach laut DRK während des Dienstes vorläufig festgenommen und unverzüglich vom Dienst freigestellt, teilte das DRK mit. 

Die zur Tatzeit 23 Jahre alte Auszubildende soll nach Angaben der Polizei und der Staatsanwaltschaft die Getränke ihrer Kollegen während des Dienstes mit verschreibungspflichtigen Medikamenten versetzt haben. Drei Kollegen sollen dadurch «erhebliche gesundheitliche Beschwerden» erlitten haben. In einem Fall seien diese sogar lebensbedrohlich gewesen, teilten die Ermittler mit.

Der Anfangsverdacht verdichtete sich durch weitere Indizien.
Der Anfangsverdacht verdichtete sich durch weitere Indizien.  Foto: Jason Tschepljakow/dpa
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