Engelbergtunnel bleibt vorerst gesperrt – Polizei äußert sich zur Brandursache
Nach dem Lkw-Brand im Engelbergtunnel auf der A81 ist die Röhre in Richtung Heilbronn wieder offen. Die Weströhre bleibt jedoch auf unbestimmte Zeit gesperrt – was bedeutet das für Autofahrer am Mittwoch?
Dichter Rauch zieht am Dienstagnachmittag durch den Engelbergtunnel auf der A81. Ein Lkw war gegen 14:20 Uhr in einer der Röhren in Brand geraten – die Autobahn musste daraufhin in beide Richtungen voll gesperrt werden. Erst in den frühen Morgenstunden am Mittwoch konnte eine der beiden Fahrbahnen wieder freigegeben werden.
Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, sei die Oströhre in Fahrtrichtung Heilbronn wieder befahrbar. Die Weströhre in Fahrtrichtung Singen bleibe jedoch auf unbestimmte Zeit gesperrt, hieß es. Möglicherweise könne diese Sperrung sogar noch Wochen anhalten. Inzwischen hat sich die Polizei zur möglichen Brandursache geäußert.
Brand in Engelbergtunnel: Lkw-Fahrer verhinderte wohl Schlimmeres
Am Dienstagnachmittag war ein mit Kühlschränken beladener Lastwagen-Anhänger in dem vielbefahrenen Tunnel ausgebrannt. Beide Röhren wurden gesperrt. Weil das Feuer in der Weströhre massive Schäden hinterließ, waren nach Angaben der Autobahn GmbH Sicherheitsprüfungen nötig. Zudem mussten das Anhänger-Wrack und weitere Fahrzeuge geborgen werden.
Der Lkw-Fahrer hatte den Anhänger abgekoppelt, so dass keine weiteren Fahrzeuge in Brand gerieten, wie die Feuerwehr mitteilte. Zwei Menschen erlitten Rauchvergiftungen und wurden ins Krankenhaus gebracht. Rund 30 weitere Betroffene wurden den Angaben zufolge von Rettungskräften versorgt. Fast 400 Einsatzkräfte waren laut der Autobahn GmbH vor Ort.
Polizei äußert sich zur Brandursache – der aktuelle Stand der Ermittlungen
Nach bisherigem Stand der Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass der Brand am Auflieger möglicherweise durch eine Reifenpanne entstanden ist, wie die Beamten am Mittwochnachmittag erklären. Infolge eines defekten Reifens hat sich während der Fahrt mutmaßlich eine große Hitze am betroffenen Rad gebildet, welche letztlich zum Brand des Aufliegers führte. Als der Lkw-Fahrer dies entdeckte, stoppte er den Sattelzug kurz nach dem Tunnelportal. Die Hitzeentwicklung selbst dürfte jedoch schon deutlich vor der Einfahrt in den Tunnel begonnen haben.
Zur genaueren Rekonstruktion des Unglückshergangs sucht die Verkehrspolizei Ludwigsburg nun Zeugen, die am Dienstag (3. März) zwischen 14:10 Uhr und 14:20 Uhr auf der A81 zwischen den Anschlussstellen Ludwigsburg-Süd und dem Engelbergtunnel unterwegs waren und möglicherweise die Reifenpanne oder eine beginnende Rauchentwicklung an dem Sattelzugauflieger bemerkt haben. Hinweise nimmt die Verkehrspolizei unter der Telefonnummer 0711 68690 oder per E-Mail an stuttgart-vaihingen.vpi@polizei.bwl.de entgegen.
Autofahrer sollen andere Strecken nehmen
Die Polizei hatte nach dem Brand geraten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Auch die Überleitung Karlsruhe in Richtung Heilbronn bleibe gesperrt. Eine Umleitung führe über die B14 auf der Wildparkstraße. Hier und in den angrenzenden Stadtbezirken könne es ein erhöhtes Verkehrsaufkommen geben, teilte die Polizei Stuttgart in einem Post auf der Plattform X mit.
An der Tunneldecke der Weströhre platzte durch die Hitze Beton ab. Die Kabel der Tunnelsteuerung sowie der Brandmeldeanlage seien verschmort, teilte die Autobahn-GmbH mit.

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