Stuttgart/Tübinger (dpa)
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Debatte über Ministeramt: Boris Palmer offen für Jobwechsel

  
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Der Tübinger Rathauschef zeigt sich bereit für neue Aufgaben. Welche Rolle er sich dabei selbst zutraut und was er als dringendste Probleme sieht.

Özdemir und Palmer können gut miteinander. (Archivbild)
Özdemir und Palmer können gut miteinander. (Archivbild)  Foto: Felix Kästle/dpa

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (parteilos) heizt Spekulationen über einen Wechsel in die Landespolitik an. Es gehe nun für die Grünen vordringlich darum, Vertrauen zur tief verletzten CDU aufzubauen, um eine Fortsetzung der Koalition zu organisieren, sagte er der «Südwest Presse». Dabei könne er durchaus helfen. «Von den prominenten politischen Personen im Land bin ich sicherlich jemand, der an der Schnittstelle von Grünen und Schwarzen mit die größten Kompetenzwerte hat.»

Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, nochmal etwas anderes zu machen, sagte Palmer: «Wenn Sie mich so offen fragen: Ja, ich bin 53 und kann mir durchaus vorstellen, beruflich auch noch andere Aufgaben zu übernehmen.»

Palmer: Bereit zu helfen

Palmer sieht dem Bericht zufolge Handlungsbedarf bei den Kommunalfinanzen, der Wirtschaft und dem Bildungssystem. «Alles, was dieses Land groß und stark gemacht hat, ist in Gefahr.» Deshalb müssten jetzt endlich alle ihre Hausaufgaben machen. «Wenn ich dazu einen Beitrag leisten kann, bin ich dazu gern bereit», sagte Palmer, der seit fast 20 Jahren Rathauschef in Tübingen ist.

Mit Grünen-Politiker Cem Özdemir ist Palmer befreundet. Unter anderem hatte er im Wahlkampf den damaligen Spitzenkandidaten und dessen Ehefrau Flavia Zaka im Tübinger Rathaus getraut. 

Zuletzt ließ Özdemir Spekulationen um ein mögliches Ministeramt für Palmer offen. Sie seien permanent im Gespräch. Aktuell verteile man aber keine Ämter, sagte er. Vor der Wahl hatte Özdemir allerdings betont, wer sich selbst ins Spiel bringe, werde unter ihm keinen Ministerposten bekommen.

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