Lehrermangel

Bildungsgewerkschaft GEW fordert mehr Studienplätze fürs Lehramt

  
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Neues Schuljahr, altes Problem: Kurz vor dem Ende der Sommerferien hat die Bildungsgewerkschaft GEW von der Landesregierung mehr Einsatz gegen den Lehrermangel gefordert.

von dpa und unserer Redaktion
Stühle sind in einem Klassenzimmer einer Grundschule in Stuttgart auf den Tischen aufgereiht.
Stühle sind in einem Klassenzimmer einer Grundschule in Stuttgart auf den Tischen aufgereiht.  Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Die Zahl der Studienplätze fürs Lehramt müsse dringend deutlich erhöht werden, damit langfristig genügend Lehrkräfte zur Verfügung stünden, sagte GEW-Landeschefin Monika Stein am Dienstag in Stuttgart. "Das Land ruht sich noch auf der Erhöhung um 200 Studienplätze für Grundschullehramt aus, die es vor fünf Jahren gegeben hat."

Ziel muss es aus Sicht der Gewerkschaft sein, auch über den absehbaren Bedarf hinaus Lehrkräfte auszubilden. Zudem müsse das Land kurzfristige Maßnahmen gegen den Mangel, wie etwa die Anwerbung von Seiten- und Quereinsteigern, mit mehr Geld unterfüttern.

GEW: Viele unbesetzte Stellen an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren

Zum neuen Schuljahr rechnet die Gewerkschaft erneut mit einem großen Mangel an Lehrkräften, besonders prekär sei die Lage an den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ). Dort sei jede vierte Stelle nicht besetzt, sagte Stein. Aber auch anderswo sei der Mangel groß. "Es ist für die Lehrkräfte an den 4500 Schulen frustrierend, dass sie auch im nächsten Schuljahr jonglieren müssen, um den Pflichtunterricht einigermaßen sicherzustellen", sagte Stein. Die Gewerkschaft habe dem Kultusministerium schon seit langem eine Liste mit Vorschlägen vorgelegt.

Sinnvoll wäre aus Sicht der GEW eine sogenannte Altersermäßigung für Lehrerinnen und Lehrer über 55 Jahren. Diese sollten zehn Stunden weniger unterrichten müssen. "Ziel ist es, die Zahl derjenigen, die bis zum Ruhestand durchhalten können, in die Höhe zu schrauben", sagte Stein.

Das neue Schuljahr beginnt in Baden-Württemberg am kommenden Montag.

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