Mosbach (dpa/lsw)
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Bekam Security-Mann «Eintrittsgeld» bei Einbruchsserie?

  
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Ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes soll Einbrüche in ein Autohaus und einen Supermarkt organisiert und von Komplizen sogar Geld dafür verlangt haben. Was bislang bekannt ist.

Der junge Security-Mitarbeiter soll sogar «Eintritt» genommen haben.(Symbolbild)
Der junge Security-Mitarbeiter soll sogar «Eintritt» genommen haben.(Symbolbild)  Foto: Nicolas Armer/dpa

Ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes soll seinen Job nach Überzeugung der Ermittler ausgenutzt haben, um wiederholt und mit Komplizen in ein Autohaus in Walldürn und einen Mosbacher Supermarkt einzubrechen. Von einigen mutmaßlichen Komplizinnen und Mitwissern soll er sogar pauschale «Eintrittsgelder» dafür verlangt haben, dass sie sich an der Diebstahlserie beteiligen konnten. 

Zunächst wurden nach Angaben der Polizei seit April 2025 Werkzeuge und eine größere Reinigungsmaschine aus dem Autohaus in Walldürn (Neckar-Odenwald-Kreis) gestohlen. Unter Verdacht geriet der 20 Jahre alte Mitarbeiter einer Security-Firma, die auch das Autohaus bewachen sollte. Auch drei weitere Männer aus seinem Umfeld wurden schließlich verdächtigt. 

Einbruchsalarm selbst ausgelöst

Im Laufe der Ermittlungen brachte die Polizei das Quartett mit einer weiteren Einbruchserie in Verbindung. In einem Supermarkt in Mosbach soll der 20-Jährige nachts gezielt Einbruchsalarme ausgelöst haben - und natürlich musste er diese als Security-Mitarbeiter überprüfen. «Es wird ihm vorgeworfen, diese Gelegenheiten genutzt zu haben, zusammen mit weiteren Komplizen verschiedene Elektrogeräte und andere Waren zu entwenden», teilten die Staatsanwaltschaft in Mosbach und die Heilbronner Polizei mit. 

Der Gesamtschaden für den Supermarkt wird auf einen sechsstelligen Betrag geschätzt, der Schaden für das Autohaus auf eine mittlere fünfstellige Summe.

Insgesamt wird gegen elf tatverdächtige Männer und Frauen ermittelt. Drei von ihnen wurden vorläufig festgenommen, inzwischen sind alle wieder auf freiem Fuß.

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