Klimawandel zum Anfassen: Wie die Klima-Arena Sinsheim für die Zukunft sensibilisiert
Klima-Arena macht Klimawandel für Kinder und Jugendliche erlebbar und gibt Lösungsansätze für den Alltag.

Schon mal mit dem T-Rex telefoniert? Mit dem zehnjährigen David am Telefon ist der Dino in Plauderlaune und erzählt, wie warm es vor vielen Millionen Jahren auf der Erde war. Danach ruft David bei dem Mammut an. Es erklärt, dass man zu seiner Zeit ohne ein extrem dickes Fell keinen Tag auf der Erde überlebt hätte. Dass sich das Klima im Laufe der Erdgeschichte schon mehrfach drastisch geändert hat, wissen die beiden Ungetüme aus ihrer jeweiligen Zeitepoche sehr lebhaft zu berichten. Doch was läuft beim menschengemachten Klimawandel anders?
Klimawandel erlebbar machen
Die Klima-Arena in Sinsheim hat es sich zur Aufgabe gemacht, als Lern- und Erlebnisort dieses Thema erlebbar zu machen – sowohl für die Kleinen im Kindergarten als auch für Teenager der weiterführenden Schulen. Was genau passiert beim Klimawandel? Welche Auswirkungen hat die Erwärmung der Erde auf das Leben der Menschen?
Die Ausstellung ist in vier Themenbereiche unterteilt: Zunächst lernen die Besucher, die Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels zu verstehen. Im Bereich Wohnen und Energie erfahren sie, wie klimafreundliches Wohnen funktioniert und wo man überall im Haushalt Energie sparen kann. Innovative Ideen und aktuelle Projekte, die klimafreundliches Reisen möglich machen sollen, bietet der Themenbereich Mobilität. Das Modul Lebensstil und Konsum zeigt, worauf es beim nachhaltigen Einkauf ankommt. Und auch im großen Außenbereich warten nicht nur Wasserspielplatz, Klettergerüste und eine E-Kartbahn auf Kinder. Dort lernen sie auch, welche Tiere und Pflanzen im Moor, auf der Heide, im Wald oder auf einer blühenden Wiese heimisch sind und wie diese mit dem Klimawandel zurecht kommen.
Ausstellung gibt Lösungsansätze
Ein zentraler Fokus der Ausstellung liegt auf Lösungsansätzen, die jeder Mensch ergreifen kann, um seinen eigenen Beitrag zu leisten: Zum Beispiel an der simulierten Einkaufstheke eher zu den heimischen Obst- und Gemüsearten zu greifen, eher nicht zu Ananas oder Avocado. Der aufgezeigte schädliche Einfluss von Rindfleisch auf das Klima kann einem den Appetit auf das nächste Steak vermiesen. Wie konsequent das Thema Klimawandel in der Klima-Arena behandelt wird, zeigt auch ein Blick auf die Menüliste im eigenen Gastrobereich: Dort finden sich ausschließlich vegetarische und vegane Gerichte.
David staunt, als er im Multimediakino eine Exkursion ins Jahr 2100 macht: Dann nämlich ist im Amazonasgebiet der Regenwald, einst die grüne Lunge der Erde, bis auf eine handvoll Bäume nicht mehr vorhanden. Diese stehen unter strenger Überwachung. Eisbären sind dann längst ausgestorben. Das gibt ein mulmiges Gefühl im Magen. Wer wünscht sich so eine Zukunft? Umso wichtiger sind da die Exponate, die zeigen, wie klimafreundliches Leben und Wirtschaften künftig aussehen können – etwa durch grüne Städte und veränderte Mobilitätskonzepte.
Für David bleibt am Ende nur die Frage: Wieso lassen sich die Menschen bei der Rettung des Klimas trotzdem noch so viel Zeit?

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