Meinung
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Besorgter Blick in die Zukunft – kaum Zuversicht

  
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Die Stimmung bleibt schlecht, Sparen ist das Gebot der Stunde, das meint auch Chefredakteur Uwe Ralf Heer in seinem Kommentar

Bei der allgemeinen weltpolitischen Lage und den hausgemachten deutschen Wirtschaftsproblemen ist es kein Wunder, dass die Mehrheit der baden-württembergischen Bevölkerung besorgt in die Zukunft blickt. Mehr noch: Deutschland habe seinen Zenit überschritten und die besten Jahre hinter sich, meint fast die Hälfte der Befragten beim BaWüCheck.

Kaputte Infrastruktur

Die trübe Stimmung vernebelt nicht den Blick für die Notwendigkeiten des Sparens. Einmal mehr werden Einsparungen bei Klimaprojekten, der Förderung von Sportvereinen oder der Unterstützung von Kultureinrichtungen gefordert. Wenn die Luft dünner wird, dann gilt die Konzentration der kritischen Infrastruktur. Und da ist in Krankenhäusern, Schulen, auf dem Verkehrssektor und im Wohnungsbau nach Jahren des Kaputtsparens vieles nachzuholen. Aber auch stärkere Investitionen bei der Polizei werden in Zeiten eines sinkenden Sicherheitsgefühls mehrheitlich gefordert.

Verwaltungen zusammenlegen

Wie das alles bei der aktuellen Kassenlage und den zusätzlich drohenden Verteidigungsausgaben finanziert werden soll, das steht auf einem anderen Blatt. Immerhin sind die Bürger bereit für drastischere Maßnahmen als die Politik: Bei Kürzungen im Landtag, den Ministerien sowie der Zusammenlegung von Gemeinden und Landkreisen. Doch daran traut sich wohl niemand. Leider.

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