Hochgiftige Schlangen in Auto geschmuggelt: Polizei findet 47 Tiere bei Bietingen
Mit Reisekoffern und Pappboxen voller Schlangen, Frösche und Spinnen reist ein Mann in Bietingen nach Deutschland ein. Das ist nicht nur verboten – sondern entpuppt sich als hochgefährlich.
Giftige Klapperschlangen, Spinnen und Tausendfüßler: Ein Mann soll fast 50 teils artengeschützte Tiere in seinem Auto transportiert haben. Bei einer Kontrolle in Bietingen (Kreis Konstanz) hatte die Bundespolizei die Lebewesen in seinem Auto entdeckt, darunter auch einige besondere Reptilien.
Mann transportiert angeblich Süßigkeiten über die Grenze – Polizei entdeckt 47 Tiere
Wie das Hauptzollamt Singen mitteilte, war die verbotene Lebendfracht Mitte April in diversen Reisekoffern sowie Styropor- und Pappboxen versteckt gewesen. Der Fahrer, der bei Bietingen von der Schweiz nach Deutschland eingereist war, hatte behauptet, dass sich darin Süßigkeiten für Bekannte und seine Familie in der Ukraine befänden.
Tatsächlich aber waren die Behältnisse mit Plastikboxen gefüllt, in denen lebende Tiere waren:
- 16 Schlangen: darunter drei hochgiftige Kobra-Arten, eine Klapperschlange und eine Mexikanische Mokassinotter
- Streifengrasmäuse
- Frösche
- Geckos
- Spinnen
- Tausendfüßler

Schon ein Biss der giftigen Schlangen hätte ohne Gegengift tödlich enden können, erläuterte eine Zollsprecherin.
Mit Kreppband und Gummiband gesichert: Mann transportiert Giftschlangen und Spinnen

Die Deckel der Plastikbehälter mit den Tieren darin waren den Angaben zufolge lediglich mit Kreppklebeband oder Haushaltsgummibändern gesichert. Gegen den 36 Jahre alten Mann, der auf dem Weg in die Ukraine gewesen war, wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die Tiere wurden sichergestellt.
Stimme.de