Zwei Tote in Esslingen: Frau sprang aus Fenster – Ermittlungen auf Hochtouren
Zeugen hören Schüsse, eine Wohnung gerät in Brand – eine Frau springt aus einem Fenster. Dann werden zwei Leichen gefunden. Nach einem eskalierten Mietstreit in Esslingen dauern die Ermittlungen an.
In Esslingen ist ein mutmaßlicher Mietstreit eskaliert: Zwei Männer sind tot, eine Frau sprang aus dem Fenster und wurde schwer verletzt. Mehrere Zeugen hörten zuvor Schüsse und meldeten den Brand eines Hauses. Nach dem Großeinsatz am Donnerstag laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Alle Entwicklungen im Newsblog.
- Zwei Tote und zwei Schwerverletzte in Esslingen
- Ein Mietstreit soll eskaliert sein
- Schüsse fielen, ein Haus geriet in Brand, eine Frau sprang aus einem Fenster
Zwei Tote in Esslingen: Frau nach Sprung aus Fenster schwer verletzt – Vernehmung geplant
15. November, 10:06 Uhr: Der Tatort in Esslingen kann nach dem Brand noch nicht untersucht werden. Doch im Zuge der Ermittlungen hat die Polizei nun am Tag danach Vernehmungen geplant. Vermutlich werde auch die 32-Jährige befragt, die bei dem Vorfall aus einem Fenster gesprungen war und mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus kam. Es gehe nun darum, sich ein vollständiges Bild der Tat zu verschaffen, sagte der Sprecher. "Durch viele kleine Puzzleteile ergibt sich dann ein solches Bild."
Nach eskaliertem Mietstreit in Esslingen: Ermittlungen laufen auf Hochtouren
15. November, 08:30 Uhr: Am Tag nach dem eskalierten Mietstreit in Esslingen laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren. Der Tatort soll untersucht werden, um offene Fragen zu klären:
Tote in Esslingen: Tat trifft Stadt hart – Oberbürgermeister spricht über "schwierige Situation"
14. November, 12 Uhr: Der Esslinger Oberbürgermeister Matthias Klopfer (SPD) hat sich zum Einsatz in der Altstadt geäußert. "Das ist wieder eine schwierige Situation für unsere Stadt", sagte er der dpa. Erst im Oktober hatte es einen tragischen Unfall in der Stadt am Neckar gegeben: Damals war ein Autofahrer auf einen Gehweg geraten und hatte dort eine 39-Jährige und ihre drei und sechs Jahre alten Söhne erfasst. Die drei waren noch an der Unfallstelle gestorben.
Zwei Tote in Esslingen: Was bisher bekannt ist
14. November, 11:45 Uhr: Bei einem Hausbrand in Esslingen sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Informierte Kreise gehen laut Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) davon aus, dass Mietstreitigkeiten Hintergrund für den Vorfall waren. Die dpa erfuhr, dass ein Mieter im Verdacht steht, den Sohn des Vermieters und sich selbst getötet zu haben. Die Polizei wollte sich dazu zunächst nicht äußern. Auch zur Todesursache der beiden Männer sagte ein Sprecher zunächst nichts. Zwei Menschen wurden zudem verletzt - einer von ihnen schwer.
Ein Polizeisprecher bestätigte, dass einer der Toten der Verursacher gewesen sei: "Der Täter befindet sich unter den beiden Toten." Bei dem Feuer sei zudem eine Frau schwer verletzt worden. Sie wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Ein weiterer Mann habe leichte Verletzungen erlitten. Er wurde von der Feuerwehr von einem Balkon gerettet und in eine Klinik gebracht. Die beiden Toten wurden nach Angaben eines Polizeisprechers in dem Gebäude gefunden.
Das Haus, in dem ein Zimmer im Dachgeschoss in Brand geraten war, sowie angrenzende Gebäude wurden teilweise vorsorglich geräumt, berichtet die dpa. Die Löscharbeiten der Feuerwehr liefen am Morgen noch und Spezialkräfte durchsuchten das Gebäude. Es sei nicht ausgeschlossen, dass es weitere Verletzte gibt, hieß es.
Die Löscharbeiten gestalteten sich nach Angaben von Oberbürgermeister Matthias Klopfer (SPD) schwierig. Ein Brand in der Altstadt sei herausfordernd. Es seien knapp 100 Feuerwehrleute im Einsatz. "Es wird sicherlich noch mehrere Stunden dauern, bis der Brand gelöscht ist."
Zwei Tote in Esslingen: Hintergrund wohl Mietstreitigkeiten
14. November 11 Uhr: Informierte Kreise gehen davon aus, dass Mietstreitigkeiten Hintergrund für den Brand mit zwei Toten in Esslingen waren. Die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, dass ein Mieter im Verdacht steht, den Sohn des Vermieters und sich selbst getötet zu haben. Die Polizei wollte sich dazu zunächst nicht äußern, teilt die dpa weiter mit. Auch zur Todesursache der beiden Männer habe der Sprecher auf dpa-Nachfrage zunächst nichts gesagt.
Mittlerweile hat die Polizei Reutlingen auf der Plattform X offiziell bestätigt, dass sich der mutmaßliche Täter unter den Verstorbenen befinde.
14. November, 10:30 Uhr: Ein Zeuge des Brandes in Esslingen mit zwei Toten ist nach eigenen Angaben von dem Geschehen geweckt worden. "Ich habe geschlafen, dann habe ich vier Explosionen gehört", sagte der Mann einem dpa-Reporter. Er sei im Anschluss auf die Straße geschickt worden und habe eine Rauchwolke gesehen. Der Mann wohnt demnach in der Nachbarschaft des Hauses, in dem es gebrannt hat und die Toten gefunden wurden.

Polizei in Pressemitteilung: Zwei Männer in Esslingen tot, eine Frau verletzt
14. November 10 Uhr: In einer größeren Pressemitteilung informiert die Polizei Reutlingen nun ausführlicher über den Einsatz im Bereich Kronenhof in Esslingen. Darin berichtet sie, dass kurz nach 7 Uhr erste Mitteilungen über einen Streit in dem Gebäude, Knallgeräusche und eine Rauch- und Brandentwicklung eingegangen seien.
Eine verletzte Frau sei mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen worden. Zwei Männer wurden tot aufgefunden. Ein weiterer Mann sei von der Feuerwehr von einem Balkon gerettet und vom Rettungsdienst zur Untersuchung in eine Klinik eingeliefert worden.
Die Löscharbeiten laufen derzeit. Angrenzende Gebäude wurden teilweise vorsorglich geräumt, schreibt die Polizei. Aufgrund der unklaren Knallgeräusche würden sich Entschärfer des Landeskriminalamts Baden-Württemberg und Spezialkräfte des Polizeipräsidiums Einsatz vor Ort befinden. "Die Lage vor Ort ist unter Kontrolle", schreibt die Polizei. Es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung.

Laut Berichten: Täter soll sich unter den Toten in Esslingen befinden
14. November, 9:50 Uhr: Laut dem Nachrichtenportal "Focus Online" sollen zwei Männer bei dem Brand in Esslingen ums Leben gekommen sein. Ein Polizeisprecher sagte laut Angaben mehrerer Medien: "Der Täter befindet sich unter den Toten." Bei dem Feuer soll zudem eine Frau schwer verletzt worden sein. Unklar sei bislang, in welcher Beziehung die Toten und Verletzten zueinander standen.
14. November, 9:25 Uhr: Wie die Polizei Reutlingen auf der Plattform X mitteilt, hat die Kriminalpolizei nun die Ermittlungen aufgenommen. Aufgrund der Knallgeräusche seien Entschärfer vom LKA und weitere Spezialkräfte vor Ort. Betroffene würden vor Ort vom Rettungsdient und der psychosozialen Notfallversorgung betreut werden.
Zwei Tote und ein Verletzter in Esslingen – Sprengexperten vor Ort
14. November, 9:15 Uhr: Der Bereich in der Straße Kronenhof soll aktuell abgesperrt sein, berichten mehrere Medien übereinstimmend, auch ein Polizeihubschrauber soll im Einsatz sein. Laut Informationen des Zeitungsverlangs Waiblingen soll laut Augenzeugen das Sondereinsatzkommando vor Ort sein. Zudem schreibt die Polizei auf X: "Aufgrund der von Zeugen wahrgenommenen Knallgeräusche sind auch unsere Delaborierer mit einem Fahrzeug vor Ort." Delaborierer sind Experten, die für Spreng- und Brandvorrichtungen zuständig sind - umgangssprachlich werden sie Bombenentschärfer genannt.
Wegen des Brandes seien derzeit Löscharbeiten im Gange, schreibt die Polizei weiter. Vorsorglich seien auch die Nachbargebäude evakuiert worden.
14. November, 9:30 Uhr: Laut Polizei wurde kurz nach 7 Uhr von Knallgeräuschen berichtet und einem anschließenden Brand. Ein Nachbargebäude wurde evakuiert. Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht, teilt die Polizei Reutlingen auf der Plattform X mit.
Normalerweise berichtet die Heilbronner Stimme nicht über Suizide. Unser Auftrag ist es jedoch, über aktuelle Vorkommnisse in Einrichtungen des Landes zu informieren. Menschen, die über Suizid nachdenken, können sich unter anderem an den Arbeitskreis Leben in Heilbronn, Telefon 07131 164251, wenden. Die Telefonseelsorge ist unter den Nummern 0800 1110111 und 0800 1110222 erreichbar.



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