Erdbeben der Stärke 2,4 erschüttert Ortenaukreis
Zahlreiche Menschen aus der Ortenau und dem Schwarzwald dürften am Sonntagabend ein Erdbeben gespürt haben. Laut dem Erdbebendienst des Landes lag das Epizentrum in Kippenheim.

Am Sonntagabend um 23 Uhr wackelte im Ortenaukreis plötzlich der Boden. Der Grund: Ein Erdbeben der Stärke 2,4, das viele Menschen aus der Ortenau und dem Schwarzwald spüren konnten. Das Epizentrum des Bebens lag laut dem Erdbebendienst des Landes in Kippenheim. Über mögliche Schäden war zunächst nichts bekannt.
Erdbeben erschüttert Ortenaukreis: Warum in Baden-Württemberg der Boden wackelt
Baden-Württemberg ist das seismisch aktivste Bundesland in Deutschland. Im globalen Vergleich wird die Erdbebenaktivität von Experten jedoch nur als moderat eingestuft. Spürbar sind Beben laut dem Erdbebendienst etwa ab einer Stärke von zwei.
Im Jahr 2025 sind in Baden-Württemberg bisher 14 Erdbeben spürbar gewesen. Das hatte der Landeserdbebendienst Baden-Württemberg (LED) am Regierungspräsidium Freiburg mitgeteilt. Demnach hatten 13 der Beben ihr Epizentrum im Land, eines ging vom benachbarten Schweizer Gebiet aus und war bis nach Baden-Württemberg zu spüren.
Erdbeben in Baden-Württemberg: mehr als 50 Messstationen liefern Daten
Der LED betreibt eigenen Angaben zufolge zur Überwachung ein Messnetz mit rund 50 Stationen im ganzen Land. Ergänzt werde dieses durch Daten aus benachbarten Regionen und Ländern. Erdbebendaten liefen in Echtzeit in der Zentrale in Freiburg ein, würden automatisch ausgewertet und im Nachgang von Seismologen überprüft. Bei stärkeren Beben gebe es eine schnelle Benachrichtigung von Behörden und Öffentlichkeit.
Erdbeben können nicht vorhergesagt werden. Geologische Analysen und historische Daten erlauben aber eine Einschätzung der seismischen Gefährdung, etwa für Bauvorgaben und Notfallpläne.
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