Dutzende Bombendrohungen verschickt: Junger Mann aus Hohenlohe vor Gericht
Bombendrohungen gegen Schulen, Unternehmen und Behörden wie zum Beispiel das Landratsamt Heilbronn sorgten 2023 für Polizeieinsätze. Nun müssen sich ein Hohenloher und sein Komplize verantworten.
Zwei junge Männer sollen wochenlang bundesweit mit Bombendrohungen gegen Schulen, Behörden und Universitäten Angst verbreitet haben. Vor dem Landgericht Stuttgart beginnt am Donnerstag (9.00 Uhr) der Prozess gegen die beiden Angeklagten. Auch gegen das Landratsamt Heilbronn sollen sie die Drohungen gerichtet haben.
Zahlreiche Bombendrohungen verschickt: Auch Landratsamt Heilbronn und Uni Stuttgart betroffen
In der Verhandlung am Donnerstag steht auch die Frage nach ihrem Motiv im Raum. Die E-Mails gingen den Ermittlern zufolge an Empfänger in insgesamt acht Bundesländern, darunter auch Baden-Württemberg. Hier seien der Deutschen Presse-Agentur zufolge auch die Universität Stuttgart, die israelitische Gemeinschaft in Ulm, das KIT in Karlsruhe und die Polizei-Hochschule in Villingen-Schwenningen.
Die Täter gaben laut Generalstaatsanwaltschaft vor, dass die Schreiben von der Terrororganisation Hamas stammen.

Verdächtiger kommt aus Hohenlohe – terroristischer Hintergrund zunächst ausgeschlossen
Einer der Männer, er stammt aus dem Hohenlohekreis, soll im Herbst 2023 insgesamt 51 Droh-Mails verfasst und verschickt haben. Sein mutmaßlicher Komplize aus Hamburg soll ihn bestärkt haben. Bei der Anklageerhebung im Februar waren die Männer 20 und 21 Jahre alt.
Das bei der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe eingerichtete Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg schließt einen terroristischen Hintergrund allerdings aus. Stattdessen lautet der Vorwurf: Störung des öffentlichen Friedens durch angedrohte Straftaten. Von den Bombendrohungen waren in Baden-Württemberg vor allem mehrere Schulen betroffen.
Stimme.de