Mega aufgeregt vor Debüt-Album
Schlagerpop-Sängerin Madeline Willers über große Bühnen und den roten Teppich

Sie ist "mega aufgeregt." Am 21. Oktober erscheint die nächste Single von Madeline Willers. "Bessere Hälfte" ist ein gefühlvolles Liebeslied mit einer eingängigen Melodie. Eine poppige Ballade − und auch textlich kein Schlager-Einheitsbrei. Der Song, bei dem sie an Text und Komposition mitgearbeitet hat, ist der erste Titel aus ihrem Debüt-Album "Wir sind ewig". Im Frühjahr 2017 soll es auf den Markt kommen. Seit fast einem Jahr arbeitet Willers mit ihrem Produzenten, Schlager-Legende Willy Klüter, in München daran. Jetzt fehlt nur noch der Feinschliff. Der Einfall zur "Besseren Hälfte" ist Willers gekommen, als sie ihr Zimmer im Wohnhaus der Familie in Wüstenrot aufgeräumt hat. Ob das Erstlingswerk der große Karrieresprung wird? "Schön wäre, wenn ein Song so gefällig ist, dass er in die Charts nach oben kommt", meint sie bescheiden, aber selbstbewusst.
Porsche-Arena Die bildhübsche, schlanke junge Frau mit den strahlend-hellblauen Augen bewegt sich seit drei Jahren auf kleinen Bühnen − wie dem Seniorennachmittag und dem Dorfplatzfest in Wüstenrot oder jüngst auf der Landesgartenschau in Öhringen. Aber auch auf großen Brettern. Als "ganz besonderen Moment" bezeichnet sie ihren Auftritt bei der Bankiers-Night in der Porsche-Arena in Stuttgart 2015. Im Vorprogramm von Andreas Gabalier, DJ Ötzi und der Boy-Group Voxxclub hat sie gesungen. "DJ Ötzi war total begeistert", habe das mit Daumen hoch signalisiert.
"Man kann nicht lernen, auf der Bühne zu stehen", meint Madeline Willers. Das Entertainment mache es aus, ob man das Publikum − ihres sind Junge und Junggebliebene − "kriegt". Man müsse sympathisch sein und authentisch.
Die gebürtige Backnangerin, in Spiegelberg aufgewachsen und 2007 mit ihren Eltern nach Wüstenrot gezogen, überlässt nichts dem Zufall. Während ihrer Schulzeit am Evangelischen-Paul-Distelbarth-Gymnasium in Obersulm − schon in der dritten Grundschulklasse weiß sie, dass sie Sängerin werden will − bekommt sie Unterricht in klassischem Gesang, mit 15 auch in Pop und Schlager. Regelmäßig nimmt sie heute bei Jazzsängerin Fola Duda in Stuttgart Gesangsunterricht, zwei bis drei Mal die Woche hat sie Einzelstunden in der Tanzschule Strauß in Obersulm. Ein Songwriter-Camp hat die Abiturientin ebenfalls absolviert.
Für Schlagzeilen gesorgt hat Madeline Willers an der Seite von Robin Henderson mit der Aufstiegshymne für den VfB Stuttgart: "Wir werden niemals untergehen". Der Song ist beim 123. Geburtstag des Vereins im Stadion eingespielt worden. Wie oft er bei Heimspielen des Zweitligisten laufen wird, weiß die Schlagerpop-Sängerin nicht. Als Dank ist sie zum VfB-"Influencer Day" am 6. November eingeladen.
Als "attraktivstes Aushängeschild des Neuen Deutschen Popschlagers" wird Willers bezeichnet, als zweite Helene Fischer. "Wenn jemand sagt, du hast das Niveau und könntest da hinkommen, dann ist das toll. Helene Fischer ist die Nummer 1", sagt die Künstlerin, deren Markenzeichen ihre schwarz-weißen Outfits sind.
"Echo"-Verleihung Blauäugig sei sie nicht mehr. "Ich habe gelernt, mich durchzusetzen", sagt die Newcomerin, die weiß, wie hart die Arbeit im Showbusiness ist. "Ich bin am Anfang, muss noch durch viele Türen gehen." Auf dem roten Teppich jedenfalls ist sie schon gelaufen − bei der "Echo"-Verleihung in Berlin. Das hat ihr eine Sequenz im SAT1-Frühstücksfernsehen ob ihres Outfits eingebracht: ein enges goldenes Cocktail-Kleid mit einem raffinierten Ausschnitt. "Sexy, aber nicht ordinär", betonten Madeline Willers und ihr Vater Olaf, der neben seinem Beruf auch ihr Manager ist − Mutter Elke hilft bei der Organisation.
Auf ihrer Autogrammkarte hat Madeline Willers dunkle lange Locken. Jetzt trägt sie einen glatten Bob im Ombré-Look. Den hat Udo Walz vor zwei Wochen in Berlin gestylt und das auch gepostet. Den Starcoiffeur hat Willers 2015 kennengelernt, als sie bei der Location-Eröffnung von Walz’ Bruder Andreas in Sulzbach/Murr aufgetreten ist.
Trotz Glitzer- und Glamourwelt, und obwohl Madeline Willers gerne in der Stadt ist, ist sie bodenständig geblieben. Und froh, auf dem Land zu leben. "Hier kann ich mich zurückziehen. Ich gehe viel spazieren oder jogge im Wald. Hier ist es viel leiser, und man hat nicht ständig Trubel."

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