Leben ohne Beruf nicht denkbar

  
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Elternzeit mit dem Ehemann geteilt

Julia Czech ist Ärztin am SLK-Klinikum in Heilbronn und Mutter von zwei Töchtern: der dreijährigen Johanna und der einjährigen Helena.
Julia Czech ist Ärztin am SLK-Klinikum in Heilbronn und Mutter von zwei Töchtern: der dreijährigen Johanna und der einjährigen Helena.

Heilbronn - - „Ich hatte Bedenken, ob ich noch alles weiß, aber nach ein, zwei Tagen habe ich mich wieder zurechtgefunden“, sagt Julia Czech. Nach der zweiten Babypause ist die 36-Jährige aus Horkheim im Oktober an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt: die Abteilung für Innere Medizin am Heilbronner SLK-Klinikum. Julia Czech ist Ärztin. Seit 1999 arbeitet sie in diesem verantwortungsvollen Beruf. Nach der Geburt von Tochter Johanna setzte sie 2005 für sieben Monate aus - und kehrte dann zu 100 Prozent in den Klinikalltag zurück, 24-Stunden- und Wochenenddienste inklusive. Ehemann Holger pausierte und übernahm die Kinderbetreuung: „Das hat sich so ergeben“, sagt Julia Czech. Unter anderem deshalb, weil die Medizinerin schnell ihre Facharzt-Ausbildung beenden wollte.

Leicht fiel ihr das starke berufliche Engagement als Mutter nicht immer: „Ich habe mir damals für das nächste Kind vorgenommen, ein ganzes Jahr zuhause zu bleiben.“ Das war bei Tochter Helena, die im Juli 2007 zur Welt kam, auch deswegen sinnvoll, weil inzwischen das Elterngeld eingeführt worden war. Julia Czech profitierte dank ihres vollen Verdienstes im Jahr vor der Geburt üppig von der Regelung.

Wünschen entsprochen Jetzt arbeitet sie an drei Tagen pro Woche für acht Stunden im Kreislauflabor der Klinik, macht Herzechos, EKGs oder Lungenfunktionsprüfungen. „Ich kann mir das Leben ohne meinen Beruf nicht vorstellen“, sagt die junge Frau. Ihr Arbeitgeber offenbar auch nicht: „Meinen Wünschen, was die Arbeitszeit betrifft, ist entsprochen worden. Mütter sind in der Regel weit in der Fortbildung. Es wird gern gesehen, wenn sie sich in die Klinik einbringen.“ vbs

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