Jim Knopf und seine Geheimwaffe Emma
Kinder sind in der Baukelter vom Theater „Tredeschin“ aus Stuttgart begeistert

Weinsberg Lummerland, Jim Knopf, die Lokomotive Emma und Lokomotivführer Lukas, König Alfons der Viertel vor Zwölfte und Frau Malzahn. Das sind Begriffe, die schon Generationen von Kindern bezaubert haben. Kein Wunder also, dass auch beim Besuch des Stuttgarter Theaters „Tredeschin“ mit Schauspieler Michael Kunze und seinen Handpuppen auf Einladung der Weinsberger Stadtbücherei vom ersten Augenblick an die Kinder begeistert sind.
Obwohl die vielen Zwischenrufe und Hilfestellungen der kleinen Zuschauer klar erkennen lassen, dass fast alle die Geschichte genau kennen, fiebern sie doch angespannt mit, als das berühmte Paket auf die kleine Insel kommt. Schließlich ist doch alles viel abenteuerlicher, wenn eine „richtige“ Dampflokomotive auf der Bühne steht, ein Schauspieler mit genial einfachen Tricks in immer neue Rollen schlüpft und die Kulissen verraten, wie das sagenhafte Lummerland mit seinen zwei Bergen und den vielen Schienen aussieht.
Und es lässt sich so herrlich lachen beim Anblick von Lukas’ Gesicht, als er in China „100-jährige Eier auf Salat von Eichhörnchenohren“ oder „gebackene Ameisen, überstreut mit geraspelten Pferdehufen“ essen soll. Doch der muss sich schließlich stärken für den Kampf mit der Drachendame Frau Malzahn, auch wenn die Kinder viele Ideen beisteuern, wie er dieses Ungeheuer besiegen könnte.
Die einfachste Lösung ist allerdings, die „Mokolotive“ Emma als Geheimwaffe einzusetzen. Die ist schließlich so stark wie ein Drache, spuckt Feuer und hat eine eiserne Haut. Auch wenn ein beherzter Zwischenruf aus dem Publikum verrät: „So einfach ist das nicht“.
Das Happy End soll allerdings erst in genau einem Jahr stattfinden, wenn Jim Knopf die befreite Prinzessin heiraten wird. Ob dann wohl wirklich alle Weinsberger Kinder wieder in die Baukelter kommen werden, so wie sie es zum Abschied einstimmig versprochen haben?
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