Brennholz meist zum Mindestgebot

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Reichlich Auswahl für die Interessenten bei der ersten Versteigerung nach langer Pause

Von Sabine Friedrich
Hermann Maaß zückt seine Nummer: Der Polter gehört ihm.Fotos: Dittmar Dirks
Hermann Maaß zückt seine Nummer: Der Polter gehört ihm.Fotos: Dittmar Dirks

Löwenstein - Fünf, sechs Festmeter Holz für den heimischen Kachelofen benötigt Reinhold Ebert. Sein Tischnachbar Mario Strobel will einen größeren Vorrat anlegen, 15 Festmeter. Wie ein Dutzend anderer Interessenten sind die beiden Reisacher zur Versteigerung von Brennholz aus dem Löwensteiner Stadtwald gekommen. Es ist eine Premiere am Dienstagabend in der Winzerstube nach vielen Jahren Pause. "Das muss sich erst wieder einbürgern", meint Alexander Fichtner, Leiter des Forstreviers Eschenau. Denn nur knapp 81 der 290 Festmeter Brennholz für den Mindestpreis von 46 Euro pro Festmeter kommen unter den Hammer. Das macht 3963,12 Euro für die Stadtkasse.

Dennoch ist Bürgermeister Klaus Schifferer froh über die Idee des neuen Forstrevierleiters. "Er hat bei mir offene Türen eingerannt." In so einer waldreichen Stadt gehöre dieser Termin unbedingt hierher. "Ich sehe es Ihnen nach, wenn Sie möglichst günstig zu Ihrem Holz kommen wollen", meint der Schultes schmunzelnd, obgleich sein Augenmerk natürlich auf möglichst hohe Einnahmen ausgerichtet ist.

Lage wichtig An den Flächenlosen Nummer eins bis vier hat niemand Interesse. Ingrid Maaß und ihr Mann Hermann schielen auf Nummer fünf und sechs, wegen der Lage. Denn der Transportweg soll nicht allzu weit sein. Hermann Maaß zieht die Bäume mit dem Bulldog aus dem Wald. Seine Frau erledigt die Hilfsarbeiten, wie sie lachend erzählt.

Die Hirrweilerner haben einen Mitbieter. Das freut Alexander Fichtner: "Wunderbar, dann können wir steigern." Die 20 Raummeter auf der Ebene sind mit 300 Euro angesetzt. Alexander Britsch zückt seine Nummernkarte: 305 Euro. Hermann Maaß zieht nach: fünf Euro mehr. Es geht munter weiter. "320 sage ich noch", so der Hirrweilerner. Der Wüstenroter Konkurrent lässt nicht locker, bekommt bei 325 Euro den Zuschlag. Aber auch das Ehepaar Maaß ist wenig später zufrieden: Unangefochten erhält es das Flächenlos Nummer sechs mit zehn Raummetern zum Anschlagpreis von 150 Euro. Und dann greift es noch bei einem Polter zu.

"Gibt es auch Eiche?", fragt ein anderer Mann, nachdem ausschließlich Buche auf der Liste steht. Vorwiegend ist Laubholz eingeschlagen worden. 1,25 Festmeter kann Fichtner anbieten. "Preislich?", hakt der Interessent nach. "53 Euro", lautet die knappe Antwort. Der Handel ist gemacht.

Nächster Termin "Das restliche Holz geht nicht zum Spottpreis weg", macht der Forstamtmann deutlich. Die Stadtwald-Flächenlose und Polter sind, wie in der Vergangenheit, im Angebot der Brennholzversteigerung des Reviers Stollenhof am 4. Februar in Wüstenrot.

Aus drei Distrikten hat Revierförster Alexander Fichtner Ware im Angebot.
Aus drei Distrikten hat Revierförster Alexander Fichtner Ware im Angebot.
Nach oben  Nach oben