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Anne Oberkampf will neues Feld beackern

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Pastorin der Evangelisch-methodistischen Kirche Neuhütten eingesetzt

Von Karin Freudenberger
Superintendent Wolfgang Rieker setzt Pastorin Anne Oberkampf ein. Bürgermeister Heinz Nägele hat ihr bereits seine Unterstützung zugesagt.Foto: Karin Freudenberger
Superintendent Wolfgang Rieker setzt Pastorin Anne Oberkampf ein. Bürgermeister Heinz Nägele hat ihr bereits seine Unterstützung zugesagt.Foto: Karin Freudenberger

Wüstenrot - Vor vielen Jahren noch während ihres Theologiestudiums baute Anne Oberkampf eine besondere Beziehung zum letzten Vers von Lukas neun auf, der besagt: "Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes". Unter diesem Motto trat sie jetzt auch ihre Pastorenstelle in der Evangelisch-methodistischen Kirche in Wüstenrot-Neuhütten an. Und sie bekannte, dass sie vor allem nach vorne gucken will und sich sehr auf das Zusammenleben mit der neuen Gemeinde freut.

Wie beliebt sie an ihrer alten Wirkungsstätte Plochingen war, bezeugte die große Anzahl von Gästen, die zur Einsetzung den Weg vom Neckar in den Schwäbisch-Fränkischen Wald gefunden hatten. Obwohl sie im jüngsten Gemeindebrief bereits porträtiert worden war, stellte Superintendent Wolfgang Rieker vor der Segnung nochmals die Persönlichkeit Anne Oberkampf vor: Dass die geschiedene allein erziehende Mutter der Kinder Vincent und Felicitas ist, die keinen Kaffee trinkt, dafür aber gerne Schokolade isst, keinen Sport treibt, aber sicherlich die Natur in ihrer neuen Heimat genießen wird. Als Ausschussmitglied für Bauangelegenheiten und als Begleiterin für Pastoren auf Probe habe sie bereits neben der eigenen Pastorentätigkeit wertvolle Dienste für die Kirche geleistet.

Ökumene Oberkampf bedankte sich für den freundlichen Empfang, den die Gemeinde ihrer ganzen Familie bereitet hatte. Sie fühle sich wohl und wolle auch die ökumenische Arbeit ihres Vorgängers Thomas Mozer fortführen. Apropos Vorgänger: Die beiden Pastoren machen fast einen Stellentausch. Nach zehn Jahren Plochingen mit Stuttgarter Flughafenlärm zog Oberkampf in die Stille des Schwäbisch-Fränkischen Waldes. Mozer dagegen wechselte nach elf Jahren in Wüstenrot in Richtung Startbahn nach Leinfelden-Echterdingen.

In ihrer Predigt ging Oberkampf auf das Lukas-Wort ein und versprach, keine lähmenden Blicke zurückzuwerfen, sondern fröhlich neue Wege zu ziehen und dabei auf alle Gemeindemitglieder zuzugehen. Bürgermeister Heinz Nägele sprach spontan den Wunsch aus, beim Pflügen behilflich zu sein. Und zwar wortwörtlich, denn er schlug vor, gemeinsam mit einem kleinen Pflug ein paar Furchen auf der Wiese vor der Kirche zu ziehen und dann das "Feld" zu beackern.

Zusammenarbeit Auch von den Kollegen der benachbarten Kirchen kamen gute Wünsche und Matthias Thalhofer vom Seniorenzentrum Martha-Maria lobte die bereits gut angelaufene Zusammenarbeit.

Das Programm der Einsetzung wurde unter anderem mitgestaltet vom Posaunen- und Kirchenchor, der Band Beatservice und dem Jungmännerchor. Beim anschließenden Stehempfang und Kaffeetrinken hatten die Gemeindemitglieder Gelegenheit, ihre neue Pastorin näher kennenzulernen.

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