Alles, was Frisch heißt, musiziert
Weinsberg - Der Weinsberger Name Frisch ist mit der Welt der Musik eng verbunden. Ein Familienkonzert kann doch die Talente-Aktion für die Renovierung des evangelischen Gemeindehauses in Weinsberg unterstützen.

Weinsberg - Der Weinsberger Name Frisch ist mit der Welt der Musik eng verbunden. Ein Familienkonzert kann doch die Talente-Aktion für die Renovierung des evangelischen Gemeindehauses in Weinsberg unterstützen. Mit dieser Idee und einer Rundmail an Brüder und ihre Familien, Neffen und Nichten mit der Aufforderung "Alles, was Frisch heißt, lobe den Herrn", gibt Kirchenmusikdirektor Gerhard Frisch den Anstoß für ein Benefizkonzert in der Johanneskirche.
Sänger und Instrumentalisten am Klavier und Geige, an Flöte und Gitarre sorgen als Solisten und in kleinen Ensembles für ein rundum gelungenes Konzert. Die Besucher in der vollbesetzten Kirche lauschen Bach und Vivaldi, Chorälen und Arien, moderne Arrangements und keltische Weisen.
Formationen
Die Geschwister Jonas und Michael am Klavier und an der Trompete eröffnen den Abend mit dem modernen Titel "With a smile". Ein lächelndes Zunicken der beiden, es kann losgehen. Immer wieder neue Formationen ergeben sich in der Großfamilie. Tante und Neffe, Vater und Sohn, die Brüder Ulrich (Bass) und Gerhard an der Orgel auf der Empore. Anna spielt ihren Solopart an der Violine, die zehnjährige Cousine Marlene blättert die Noten um, dann überzeugen beide im Duo.
Drei Generationen sind Hobbymusiker oder haben Musik und Gesang zum Beruf gewählt. Enkel Simon ist mit neun Jahren der jüngste Akteur, mit Urenkel Paul kommt schon die vierte Generation nach. Die Urgroßeltern Margarete und Gerhard Frisch feiern dieses Jahr ihren 80. Geburtstag. Beide singen noch aktiv in Weinsberger Chören. "Singen macht einfach Freude und hält fit im Kopf", meint die rüstige Uroma.
Die Senioren, vier von sechs Söhnen und deren Familien, Ehefrauen und Enkel bilden an diesem Abend den Familienchor. 18 Frischs sind dabei, und die Gemeinschaft wird durch Heirat immer größer. "Der Chor kommt schon mal bei Familienfesten zusammen", berichtet Gerhard Frisch. Musik verbindet und macht einfach Spaß, das zeigt die Begeisterung für das Konzert. Kein Murren von den Jungen, sondern ein: "Klar, da machen wir mit."
Aufgeregt
Ein bisschen aufgeregt war er schon, verrät Simon, der Jüngste, doch es habe Spaß gemacht. Das sieht auch die 16-jährige Anna so. Sie darf beim abschließenden Volkslied "Der Mond ist aufgegangen" den Familienchor dirigieren. Eine neue Erfahrung, nachdem sie vor kurzem eine Fortbildung in Chorleitung besucht hat. "Musik macht uns Freude, und wir wollen auch anderen damit einer Freude machen", sagt Margarete Frisch. Dem Organisator ist es wichtig, auszudrücken, dass die Familie nicht ihre Talente zur Schau stellen, sondern andere ermutigen möchte, selbst einmal zu musizieren. Und wenn noch Spenden in die Gemeindekasse landen − so wie hier 1672 Euro − dann habe der Abend den guten Zweck erfüllt.
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