Obersulm/Ellhofen

Lange Schlangen bei der Annahme

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Obersulm/Ellhofen - Knackig, frisch und kaum Druckstellen. Jetzt ist die Mostobst-Hoch-Zeit auch im Weinsberger Tal.

Von Joachim Kinzinger

Bei der Obstannahme in Ellhofen (von links): Sibylle Kircher, Jessica Flachsmann, Alexander Mössinger und Hartmut Flachsmann.
Fotos: Joachim Kinzinger
Bei der Obstannahme in Ellhofen (von links): Sibylle Kircher, Jessica Flachsmann, Alexander Mössinger und Hartmut Flachsmann. Fotos: Joachim Kinzinger

Obersulm/Ellhofen - Knackig, frisch und kaum Druckstellen. Jetzt ist die Mostobst-Hoch-Zeit auch im Weinsberger Tal. Bei den Annahmestellen der Weinkellerei Heinz Kircher in Ellhofen und bei der Baywa in Willsbach bilden sich lange Schlangen. Auf den Anhängern der Kunden stapeln sich Säcke, auch Auto-Kofferräume sind mit Behältern gefüllt. Derzeit bekommen die Obstablieferer zehn Euro für 100 Kilogramm ausbezahlt.

An der Waage der Ellhofener Weinkellerei steht Sibylle Kircher. "Dieses Jahr gibt es sehr viel Obst", weiß die Geschäftsfrau. Sie achtet genau darauf, dass keine faulen Äpfel dabei sind. "Sonst gibt es keinen guten Saft." Das Mostobst wird gleich im Betrieb verarbeitet, der auch Säfte herstellt.

Auf dem Anhänger von Hartmut Flachsmann aus Grantschen stehen die Säcke dicht an dicht. "Es ist die Ernte von drei Baumgrundstücken", sagt Flachsmann. Die Waage zeigt 735 Kilo an, also 73,50 Euro. "Das Geld nehmen wir zum Tanken oder zum Einkauf in der Metzgerei", erzählt Hartmut Flachsmann. Lachend fügt er hinzu: "Heute reicht es für beides."

Lange Schlangen bilden sich auch vor der Annahmestelle beim Willsbacher Bahnhof. Leiharbeiter Alfred Messner hat alles im Blick. Karl-Heinz Wolf aus Waldbach fährt mit Traktor und Anhänger auf die Rampe. Sack für Sack leeren Wolf und Messner in den Fülltrichter für das Fallobst. Viele Boskoop sind darunter, auch Öhringer Blutstreifling. "Letztes Jahr hatte ich nicht so viel", erzählt Wolf. "Haben wir alles?", ruft der Mann bei der Annahme. "Ja", antwortet der Waldbacher. 566 Kilo notiert Messner auf den Schein.

Messner schaltet das Band an, vom Fülltrichter landen die rotbackigen Äpfel auf dem langen Förderband und kullern hinter der hohen Betterwand auf den riesigen Haufen.Im Baywa-Markt in Willsbach sitzt Kerstin Lachmuth an der Kasse. Sie nimmt die Zettel der Anlieferer entgegen, bucht alles ein: Auszahlung oder Saft. Zehn Euro bekommen die Stücklesbesitzer für den Doppelzentner. Bis zu 50 Tonnen sind samstags bei der Annahmestation keine Seltenheit.

Karl-Heinz Wolf aus Waldbach schüttet die Äpfel in den Fülltrichter.
Karl-Heinz Wolf aus Waldbach schüttet die Äpfel in den Fülltrichter.
Ein hoher Berg voller Mostobst türmt sich in Willsbach auf.
Ein hoher Berg voller Mostobst türmt sich in Willsbach auf.
Nach dem Wiegen geht es direkt auf das Förderband.
Nach dem Wiegen geht es direkt auf das Förderband.
Nach oben  Nach oben