Fest in Frauenhand
Löwenstein - Seit Jahrzehnten setzt sich die Evangelische Stiftung Lichtenstern für Menschen mit Behinderung ein. Doch es gab auch andere Zeiten auf dem geschichtsträchtigen Gelände: Eine Ausstellung beleuchtet die Frühgeschichte des Klosters Lichtenstern.

Löwenstein - Mauern einreißen. Dafür zu sorgen, dass Behinderte, so gut sie es können, wie alle anderen auch, in die Welt mit ihren Möglichkeiten eintauchen können. Dafür setzt sich die Evangelische Stiftung Lichtenstern seit Jahrzehnten ein. Doch es gab auch andere Zeiten auf dem geschichtsträchtigen Gelände.
Von denen erzählt heute noch die dicke Mauer um Lichtenstern. Errichtet zur Zeit des Zisterzienserklosters, sorgte sie dafür, dass die Nonnen streng abgeschieden oben auf dem Berg ihrem Tagesablauf nachgehen konnten: Bis zu 25 Klosterfrauen lebten dort. .
Nach dem Jubiläumsjahr 2011 hat die Stiftung Lichtenstern erneut eine große Zeitspanne der Geschichte dieses Orts ausgeleuchtet: die Frühgeschichte. In der Ausstellung sind wieder einige interessante Aspekte ans Tageslicht befördert worden. "Wir haben nun Einblick in die gesamte Lichtensterner Geschichte, über 770 Jahre seit der Klostergründung", berichtet Ulrike Richter, Öffentlichkeitsreferentin der Evangelischen Stiftung Lichtenstern.
Die Ausstellung zu 175 Jahre Diakonie in Lichtenstern, die im vergangenen Jahr vorgelegt wurde, ist nun um vier Fahnen in Text und Bild ergänzt worden. Drei Fotoalben zum Blättern gibt es noch dazu, und wer sich für die Klosterkirche interessiert, wird ebenfalls vor Ort mit Informationen versorgt. Erbaut bis 1280, ist sie das wichtigste erhaltene Gebäude aus der Klosterzeit und in die von Historikerin Cornelia Röhlke konzipierte Ausstellung integriert.


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