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Eine fröhliche Party mitten in der City

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Open-Air-Konzert findet bei Zuschauern positives Echo - Stadt will ihr kulturelles Profil verstärken

Von Heike Kinkopf
Sängerin Helga animiert zum Mitsingen. Die Band Wirtschaftswunder eröffnet mit Hits aus den 50er- und 60er-Jahren „Donnerstags in die City“.Fotos: Heike Kinkopf
Sängerin Helga animiert zum Mitsingen. Die Band Wirtschaftswunder eröffnet mit Hits aus den 50er- und 60er-Jahren „Donnerstags in die City“.Fotos: Heike Kinkopf

Neckarsulm - Neckarsulm feiert. Zuschauer recken die Arme in die Höhe, schunkeln, singen: „Sag mir quando, sag mir wann.“ Die Band Wirtschaftswunder trifft mit ihrer Schlagerrevue den Nerv des Publikums. Ein gelungener Auftakt der Sommerkonzerte unter freiem Himmel. Sie sollen unter dem Titel „Donnerstags in die City“ die Innenstadt erlebbar und den Marktplatz zum Ort der Begegnung machen. Das Konzept geht auf. Der Marktplatz - ein Meer aus Menschen.

„Dass in Neckarsulm so etwas stattfindet, find’ ich toll“, sagt Gerd Lassen (53) begeistert, der mit Tochter Nina (22) ins Zentrum gekommen ist. Der Marktplatz sei ideal für die Veranstaltungen. Von „Donnerstags in die City“ profitierten die umliegenden Lokale. „Und die Stadt wird im Umland bekannter.“

Aus Talheim zieht es Alfred Schieferdecker (54) in die größte Kommune des Landkreises Heilbronn. Er schaut nach dem Besuch des Aquatolls in der Innenstadt vorbei. Kommentar zum Open Air? „Ganz schön flott“, meint Schieferdecker mit Blick auf die Bühnenshow. In Neckarsulm werde kulturell einiges geboten, vergleicht er das Angebot mit dem anderer Gemeinden im Unterland. „Es ist überdurchschnittlich.“ Zu „Donnerstags in die City“, die Reihe läuft bis 16. August, wird er wohl noch häufiger kommen. Inzwischen intoniert die Nürtinger Band - mit Tempo - „Aber dich gibt’s nur einmal für mich“. Sänger Oswald mit Haartolle und rotem Glitzerjackett muss die Zuschauer nicht lange bitten: Junge und vor allem die Älteren schmettern mit, beherrschen den Text aus dem Effeff.

Neckarsulm möchte mit den Live-Auftritten von Bands unterschiedlicher Stilrichtungen sein Profil als Kulturstadt schärfen und sich ein Alleinstellungsmerkmal verschaffen. Dass die Stadt es versteht, Menschen mit ihrem Angebot anzulocken, beweist nicht nur „Donnerstags in die City“. Gut in Erinnerung ist vielen Open-Air-Besuchern noch das Public Viewing, das die Scharen vor einem Jahr auf den Marktplatz zusammengeführt hat. Barbara und Heiner Kraus zum Beispiel waren damals aus Untergriesheim zum Fußball-Fest gekommen. Jetzt amüsieren sie sich bei Wirtschaftswunder. Die Band ist „prima“, lobt Barbara Kraus. Wenn was los ist, kommen die beiden gern nach Neckarsulm. Der Auftritt von Montserrat Caballé im Audi-Forum beispielsweise ist den Untergriesheimern noch lebhaft in Erinnerung.

Dass es „Donnerstags in die City“ bereits im vergangenen Jahr gegeben hat, ist Sabine Knecht (37) und Uwe Burkart (44) nicht bekannt. Dieses Jahr sind die Bad Friedrichshaller durch Zeitungsartikel aufmerksam geworden. „Es ist mal etwas anderes, es wird was geboten“, begründen die beiden ihr Kommen.

Die Hände zum Himmel: Die Zuschauer kommen in Schwung.
Die Hände zum Himmel: Die Zuschauer kommen in Schwung.
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