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Eberstadt

Die Eberstädter Deponie bekommt neue Fahrspuren

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Um die Zufahrt zur Mülldeponie in Eberstadt zu entspannen, wird jetzt neu gebaut. Zwei neue Fahrspuren sollen entstehen, auch zwei neue Wagen sind geplant. Der Landkreis Heilbronn investiert insgesamt 850.000 Euro.

Von Anja Krezer
So leer ist es im Entsorgungszentrum selten. Zu Stoßzeiten kommt es öfter zu Rückstaus auf der Eberstädter Deponie. Foto: Dennis Mugler
So leer ist es im Entsorgungszentrum selten. Zu Stoßzeiten kommt es öfter zu Rückstaus auf der Eberstädter Deponie. Foto: Dennis Mugler

Rückstau, Wartezeiten, ungeduldige Menschen: Alltag auf dem Eberstädter Deponie, wenn es dort hoch hergeht, sprich, wenn dort nicht nur Lkw ihre Erde anfahren, sondern auch Privatpersonen ihren Recyclingmüll oder ihren Sperrmüll, Elektroschrott, Strauch-, Baum- und Heckenschnitt entsorgen.

Von wiederkehrenden "Schwierigkeiten" sprach Bürgermeister Stephan Franczak in der Gemeinderatssitzung, von einer Situation, "die nicht immer zufriedenstellend" sei, berichtete Norbert Raatz, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs im Landratsamt Heilbronn. Die Kreisbehörde als Betreiberin des Entsorgungszentrums will deshalb die Situation im Ein- und Ausfahrtbereich verbessern und investiert rund 850.000 Euro in dieses Vorhaben.

Geplant sind zwei neue Fahrspuren

In der Gemeinderatssitzung stellte Norbert Raatz - immer dann im Eberstädter Sitzungssaal, wenn auf der Deponie etwas verändert werden soll - vor, was das Ingenieurbüro Roth und Partner aus Karlsruhe erarbeitet hatte. Herausgekommen ist laut Raatz "ein ganzes Maßnahmenbündel".

Und so sieht es aus: Bisher gibt es zwei Fahrspuren, eine hinein ins Entsorgungszentrum, eine heraus. Zwei neue werden angelegt: eine zusätzliche Einfahr-, eine zusätzliche Ausfahrspur. "Anlieferer, die gebührenpflichtig sind, und solche die keine Gebühren zahlen müssen, werden getrennt", erläuterte Raatz. "Damit sollen Rückstaus vermieden werden." Davon verspricht sich der Fachmann: "Die Kunden sind zufriedener, die Verkehrssicherheit ist höher, und die Wirtschaftsweg-Anbindung ist besser."

Die alte Wage wird ersetzt

Die über 40 Jahre alte Waage wird ersetzt. In einem Wiegehaus sollen dann zwei Waagen installiert sein. Außerdem soll bedarfsabhängig ein zweiter Arbeitsplatz an den Waagen eingerichtet werden. Auf Nachfrage unserer Zeitung beziffert Norbert Raatz die Kosten auf 850.000 Euro brutto. Baubeginn ist "wahrscheinlich im Frühjahr 2018". Der zunächst anvisierte Termin Herbst 2017 sei kaum zu schaffen, so Raatz in der Sitzung.

Die Bürgervertreter erteilten dem Ansinnen des Landratsamtes einstimmig das Einvernehmen. Monika Bunse fragte, ob die Öffnungszeit an Samstagen verlängert werden könnte. 11.30 Uhr als Schließzeit sei knapp, wenn man samstags im Garten arbeiten würde und dann sein Schnittgut entsorgen wolle. Norbert Raatz sagte: "Ich kenne den Wunsch." Doch dafür bräuchte es eine zusätzliche Stelle.

 

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