Ein "Vorbild für die Menschen" geht
Der katholische Dekan Thomas Frey wurde als Pfarrer in Weinsberg verabschiedet

"Kleine Wunder der Natur", kleine Halbedelsteine hatte der scheidende Pfarrer für die zahlreichen Besucher des Gottesdienstes mitgebracht. Symbolisch nannte er dazu in seiner Predigt den Opal, der in einer warmen Hand seinen Glanz entfalte. Er wies darauf hin, dass Menschen durch ihre Wärme und Zuneigung andere zu ihrer Entfaltung bringen könnten.
Halbedelsteine habe er in den vier Jahren seiner Tätigkeit als Pfarrer und Dekan in Weinsberg gefunden, sagte er. Pfarrer Uwe Schulz von der evangelischen Kirche vertrat die Ökumene. Er bescheinigte Thomas Frey Humor und Tiefe, beides habe er vielfach in ökumenischen Aktionen erlebt. "Bei Abschieden hat einer mehr zu leiden", zitierte er Wilhelm Busch und spielte auf die Gemeinde an, die nun mit einer Vakanz leben müsste.
Die Seelsorge-Einheit Unteres Weinsberger Tal mit Weinsberg, Gellmersbach, Grantschen, Wimmental, Eberstadt und Ellhofen sei gegenwärtig mit Pfarrer Mijo Blazanovic abgedeckt, berichtete Wolfgang Kutterer, zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderates. Das bischöfliche Ordinariat in Rottenburg müsse den Pfarrsitz neu festlegen und neu definieren.
Wichtige Punkte wie die gute ökumenische Arbeit und das neu renovierte Pfarrhaus hob Kutterer hervor. Die Gemeinde werde alles daran setzen, damit keine lange Vakanz bestehe, betonte er. Nächstes Jahr erfolge die Ausschreibung. Ein "Anker und Vorbild für die Menschen in den vier Jahren" sei Frey gewesen, so Kutterer.
Bürgermeister Stefan Thoma sprach für Weinsberg und Eberstadt. Der Dekan sei Stück für Stück mit der Gemeinde zusammen gewachsen und habe als "moderner, offener Pfarrer" seine Aufgabe, eine "lebendige Gemeinde zu fördern", wahr gemacht. Für die neue Herausforderung in Heilbronn-Sontheim wünschte er Thomas Frey alles Gute. Gerald Czerny, Leiter der Grundschule Rossäcker, brachte in Reimen dar, was die Schüler von ihrem Religionslehrer dachten: "Gelegentlich hitzig, aber witzig", trug er vor. Im Gemeindehaus gab es anschließend Gelegenheit, in Gesprächen persönliche Wünsche mit auf den Weg zu geben.
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