Gallisches Dörfchen

  
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Rückblick: Das Ergebnis der letzten Landtagswahl 2011 lässt sich in einer Farbe zusammenfassen: schwarz. Fast die komplette Region ist CDU-dominiert. Bis auf eine kleine Gemeinde im Wahlkreis Neckarsulm.

Insgesamt 69 Gemeinden zählen die Wahlkreise Heilbronn, Eppingen, Neckarsulm und Hohenlohe, die im Einzugsgebiet der Heilbronner Stimme liegen. In 68 davon hat die CDU bei der letzten Wahl vor vier Jahren dominiert.  

Das gallische Dorf ist in diesem Fall Obersulm, wo die SPD mit einem hauchdünnen Vorsprung gewonnen hat. Die 14.000-Einwohner-Gemeinde ist der Heimatort von Innenminister Reinhold Gall. Gebracht hat das den Sozialdemokraten allerdings nichts. Der Wahlkreis Neckarsulm ging dennoch deutlich an die CDU.  

 

 

 

CDU holte fast alle Direktmandate

Die CDU dominierte Jahrzehnte die politische Landschaft in der Region. Einzig in Heilbronn schafft es die SPD mit Dieter Spöri 1988 und 1992, die meisten Stimmen auf sich zu vereinigen. Für die CDU waren hier Ulrich Stechele ab 1976 und Johanna Lichy ab 1996 erfolgreich, 2011 folgte Alexander Throm.

Die Kandidaten in den Wahlkreisen Eppingen und Neckarsulm erzielten in den vergangenen 40 Jahren jeweils sehr ähnliche Ergebnisse. Stärkste Kraft war seit jeher die CDU. Im Wahlkreis Eppingen errangen Gotthilf Link ab 1972 und Gerd Zimmermann ab 1988 die Erstmandate. 2001 folgte dann Friedlinde Gurr-Hirsch. Vorgänger von Bernhard Lasotta, der ebenfalls ab 2001 das Erstmandat bekam, war Hermann Mühlbeyer, der ab 1973 ununterbrochen im Landtag saß.

Karl Östreicher drückte als CDU-Abgeordneter dem Wahlkreis Hohenlohe von 1979 bis 1996 seinen Stempel auf − auch wenn seine Partei in dieser Ära Stimmen einbüßte. Karl Hehn übernahm das Direktmandat 1996, fünf Jahre später folgte Jochen K. Kübler. Von allen vier Wahlkreisen war die CDU in Hohenlohe seit eh und je am dominantesten. clg/rei

 

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