Region schickt 13 Abgeordnete in den Landtag - Strobl ist nicht dabei
Die Region Heilbronn und Hohenlohe wird im neuen Landtag zahlenmäßig stark vertreten sein. Neben den vier Wahlkreissiegern von den Grünen sicherten sich weitere sieben Bewerber und zwei Bewerberinnen ein Zweitmandat. CDU-Landesvorsitzender Thomas Strobl hat es dagegen nicht geschafft.
Grüner Erfolg auf der ganzen Linie: Susanne Bay, Armin Waldbüßer, Erwin Köhler und Catherine Kern gewannen die Wahlkreise Heilbronn, Neckarsulm, Eppingen und Hohenlohe. Sie sicherten in der Region alle vier zu vergebenden Direktmandate für den großen Wahlsieger des Abends, die Partei von Ministerpräsident Winfried Kretschmann.
Doch mit Verzögerung knallten auch bei anderen Politikern in der Region die Sektkorken. Klarheit gab es wegen der komplizierten Wahlarithmetik und der verzögerten Meldung in einem Wahlkreis erst nach Mitternacht.
Zahl der Mandate im Wahlkreis Heilbronn halbiert
Im Wahlkreis Heilbronn sicherte sich neben Susanne Bay auch Nico Weinmann ein Mandat. Der Heilbronner holte für die FDP mit 12,3 ein überdurchschnittliches Ergebnis, landete im Wahlkreis auf Platz drei und zieht erneut in den Landtag ein. Rainer Hinderer von der SPD gehörte zu den großen Verlieren des Abends. Er büßt seinen Sitz im Parlament ein. Weil auch die AfD mit Michael Seher es nicht schaffte, gibt es im Wahlkreis Heilbronn nur noch zwei statt bisher vier Mandate. Auch Thomas Strobl, CDU-Landeschef, konnte kein Mandat in seiner Heimat Heilbronn holen.
Wahlkreis Eppingen schickt Quartett nach Stuttgart
Mit einem Quartett üppig vertreten ist dafür der Wahlkreis Eppingen, wo der erst 25-jährige Erwin Köhler am besten abschnitt und die langjährige CDU-Hochburg gewann. Auch der geschlagene Michael Preusch von der CDU durfte zu später Stunde über ein Zweitmandat jubeln. AfD-Kreischef Rainer Podeswa, bislang für den Wahlkreis Heilbronn im Landtag, war nun auch im Wahlkreis Eppingen erfolgreich. Nachdem er das Mandat 2016 noch knapp verpasst hatte, gehört auch Georg Heitlinger von der FDP dem neuen Landtag an.
Ranger holt einziges SPD-Mandat in der Region
Gleich vier Parlamentarier vertreten künftig auch den Wahlkreis Neckarsulm: Die Zitterpartie ging hier für Isabell Huber von der CDU gut aus. Das direkte Rennen gegen Armin Waldbüßer von den Grünen hat sie verloren, für ein Zweitmandat hat es gereicht. Dasselbe gilt für Carola Wolle, bisher schon für die AfD im Landtag, und Klaus Ranger, der in der Region das einzige Mandat für die SPD errang.
Hohenlohe: CDU und AfD trotz Verlusten im Parlament
Der Wahlkreis Hohenlohe ist erstmals mit drei Abgeordneten im Landtag von Baden-Württemberg vertreten. Neben Wahlsiegerin Catherine Kern von den Grünen Arnulf von Eyb (CDU) und Anton Baron (AfD) erneut den Sprung ins Parlament geschafft und ihre Sitze verteidigt – obwohl beide gegenüber der Wahl 2016 klar an Stimme einbüßten.
Beiden kam ihr relativ gutes Ergebnis von 24,4 und 14,1 Prozent zugute, das im Vergleich der Resultate in den Wahlkreisen des Regierungsbezirks Stuttgart für ein Zweitmandat reichte. Das Erstmandat war erstmals in der Geschichte des Wahlkreises Hohenlohe an die Grünen gegangen. Es ist auch das erste Mal, dass eine Frau hier Landtagsabgeordnete wird.
Grüne holen im Land 58 der 70 Direktmandate
Für die Zweitmandate ist ausschlaggebend, wie sich die Kandidaten auf Ebene des Regierungsbezirks im Vergleich zur parteiinternen Konkurrenz schlagen.
Die Grünen gewannen am Sonntag 58 der 70 Wahlkreise im Land direkt, ihr landesweiter Stimmenanteil war damit bereits mehr als ausgeschöpft. Die CDU holte nur ein Dutzend Direkt-, aber 30 Zweitmandate. Die AfD gewann sieben ihrer landesweit 17 Zweitmandate im Regierungsbezirk Stuttgart, zu dem auch die Region Heilbronn gehört.
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