"Wir sind die Lobby für die Jugend der Region"

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Die Jungsozialisten haben einen neuen Vorstand - Mit Arbeitsgruppen vor Ort und Partys andere für Politik begeistern

Von Katja Feiler
Christian Eheim (Mitte) zusammen mit seinen Stellvertretern Sara Quinzer und Benedikt Berk. Sie sind das neue Juso-Team. (Foto: Dittmar Dirks)
Christian Eheim (Mitte) zusammen mit seinen Stellvertretern Sara Quinzer und Benedikt Berk. Sie sind das neue Juso-Team. (Foto: Dittmar Dirks)  Foto: Von David Frogier de Ponlevoy

Grasgrüne, trendy Joggingjacke, Jeans: Sieht so ein Kreisvorsitzender einer Jugendpartei aus? Christian Eheim schon. Wer von der Jackenfarbe Rückschlüsse auf die Partei schließt liegt falsch. Seit Ende September ist er Kreisvorsitzender der Jungsozialisten (Jusos) Heilbronn. Neu ist das Amt, doch schon seit 2001 ist der 22-Jährige aktiv bei den Jusos mit dabei. Mit Unterbrechung für ein Studium in Konstanz etwa. Das ist inzwischen abgebrochen, das nächste folgt ab kommenden Montag: Geschichte und Germanistik in Karlsruhe. Ein Kreisvorsitzender muss natürlich auch in der Region leben: Christian Eheim will deshalb nach Karlsruhe pendeln. Denn die Politik ist ihm wichtig. Und das will er zusammen mit seinem Vorstandsteam Benedikt Berk (stellvertretender Kreisvorsitzender), Sara Quinzer (stellvertretender Kreisvorsitzende), Maximilian Lang und Raphael Heilmann (beide Schriftführer) rüber bringen. Ganz begeistert macht der neue Vorstand Werbung für seine Partei: "Ich glaube, dass die Jusos das Lebensgefühl der jungen Menschen am besten vertreten." Was meint Christian Eheim damit? "Ich habe von anderer Seite noch nie Kritik wegen der mangelnden Ausbildungsplätze gehört. Oder im Irak-Krieg: Wo waren da die anderen?" Doch nicht alle Tage lockt ein Thema wie der Irak-Krieg die Jugendlichen in die Partei. Dafür sind etwa Partys wie vor einigen Wochen im Mobilat da. Oder der "Rock im Wald" am 1. Mai. Doch die Inhalte der Jusos dürfen natürlich nicht fehlen. "Wie viel Zeit haben wir?" fragt Christian Eheim bevor er mit dem Programm loslegt. Den Nachtbus erweitern, sprich noch eine Stunde später laufen lassen, sei ein wichtiges Thema. Die Zinsen des Zukunftsfonds der Stadt Heilbronn wollen die Jusos statt in Großveranstaltungshalle und Privat-Universität lieber in die Schulen investiert sehen. Und: "Es darf nicht sein, dass ein Jugendhaus, erst einen Antrag für einen Kicker stellen und dann monatelang warten muss. Gleichzeitig steckt die Stadt aber über 100 000 Euro in die Videoüberwachung." Als Lobby der Jugend verstehen sich die Jungsozialisten. Und damit auch die Probleme im Kreis vor Ort erkannt werden, gibt es verschiedene Arbeitsgemeinschaften: Weinsberger Tal, Heilbronn und Neckarsulm. Weitere sind geplant. "Denn so kommen auch die meisten Neumitglieder zu uns: erstmal unverbindlich reinschnuppern." Etwa 40 Aktive zwischen 16 und 25 Jahren gehören zum festen Stamm der Jusos. Insgesamt zählen aber 310 SPD-Mitglieder unter 35 in der Region zu den Jusos. Das geht automatisch. Weitere 20 arbeiten ohne finanziellen Beitrag mit.

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