Werkstatt für Smart und Chrysler an Südstraße

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Autohaus Assenheimer-Mulfinger investiert an mehreren Standorten und ordnet seine Marken neu - Investitionen verlangt

Von Manfred Stockburger

Der bisherige Gebrauchtwagen-Pavillion des Mercedes-Händlers an der Rosenbergstraße ist bereits abgerissen. Für insgesamt 1,9 Millionen Euro errichtet das Unternehmen, dessen Kernaktivität der Vertrieb von Mercedes-Automobilen ist, ein neues Werkstattgebäude für die Marken Chrysler und Smart, die ebenso ins Markenportfolio des Heilbronner Händlers gehören. Der Verkauf von Smart-Neuwagen ist am Wochenende ebenfalls aus der Stuttgarter Straße in das Mercedes-Autohaus an der Südstraße umgezogen. Was mit dem bisherigen Smart-Standort in der Stuttgarter Straße geschieht, ist noch offen. "Das war aber immer nur eine Zwischenlösung", sagt Wolfgang Koch, der bei Assenheimer-Mulfinger für die Organisation zuständig ist.

Neue Chrysler und Gebrauchtwagen aller Marken verkauft die Firma mittlerweile am Standort Obereisesheim - in die dortige Autoarena hatte das Unternehmen weitere 2,5 Millionen Euro gesteckt. Dieser Standort, der auch einen Großteil der Verwaltung beheimatet, ist im Januar eingeweiht worden. Auch die Lkw-Reparaturwerkstatt des Unternehmens ist dort untergebracht. Hintergrund der Neuordnung sei die Gruppenfreistellungsverordnung, mit der die EU Schwung in den Autohandel bringen wollte, erklärt Koch. "Wegen der GVO haben die Hersteller ihre Anforderungen an die Autohäuser nach oben geschraubt. Deswegen mussten wir investieren." Für das Smart-Center zum Beispiel in einen neuen, zum City-Flitzer passenden Boden. "Ohne die Investition", verdeutlicht Marketingleiterin Simone Schulert, "dürften wir den neuen Smart FourFour nicht verkaufen." Mit solchen höheren Standards versuchen die Hersteller ihre Vertriebsaufstellung zu kontrollieren, nachdem Gebietsschutz für die Händler und Exklusivverträge für die Hersteller seit der Einführung der GVO im vergangenen Herbst nicht mehr erlaubt sind.

Mit der Mehrmarkenstrategie baut das Unternehmen seine Präsenz in der Region weiter aus. Neben dem Stammhaus in der Südstraße und der Autoarena gehören Mercedes-Autohäuser in Öhringen und Gaildorf sowie eine Vertragswerkstadt in Bad Friedrichshall zur Gruppe. Entstanden ist das Unternehmen vor zwölf Jahren durch die Fusion der beiden Heilbronner Mercedes-Häuser Assenheimer und Mulfinger. Mit diesem Schritt war damals die bundesweite Marktbereinigung der Mercedeshändler eingeläutet worden. Bis ins Jahr 2000 gehörte auch Weilbacher dazu - seither ist der Lkw-Händler wieder selbstständig.

In der Gruppe beschäftigt das Unternehmen 269 Mitarbeiter und hat im vergangenen Jahr 988 neue Pkw, 203 Lkw und 305 Nutzfahrzeuge verkauft. Der Umsatz des Unternehmens, das den Familien Assenheimer und Mulfinger gehört, lag im vergangenen Jahr bei rund 99 Millionen Euro.

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