Aufstehen, alles mitnehmen, nicht schwänzen
Drei Studierende geben Tipps für den überwältigenden und informationsreichen Studienanfang in der Hochschule Heilbronn

Das Semester begann mit einem Feiertag, besser gesagt: Mit einem großen Feierabend, der Asta-Party für die Erstsemester, stürzten sich am Montag alte Hasen und blutige Anfänger in den Semesterbetrieb. Wie immer war's eine Superfete, gerade recht zum Warmwerden mit dem neuen Leben in der neuen Stadt. Die Party am Anfang ist ein Signal: Studentenfeste sind wichtig.
Deshalb ist die wichtigste Empfehlung von Christine (23, 8. Semester Verkehrsbetriebswirtschaft, Hochschulgruppe Transportökonomie): Alles mitnehmen, was an Veranstaltungen möglich ist. Nur so kann man sich wohlfühlen. Aufstehen, hingehen, alles anhören, alles aufmerksam beobachten , ist auch Frank Pierros (26, 6. Semester Produktion und Logistik) ultimativer Ratschlag an alle, die mit dem Studium beginnen, und: Nicht schwänzen. Am besten ist, man bringt sich selber irgendwie ein. Wer sich allerdings daheim einigelt, schließt sich im Studentenleben ziemlich rasch aus.
Jenny Ritzinger (23, 5. Semester Internationale Betriebswirtschaft, Connecting IB) sieht das nicht anders. Sie erinnert sich noch gut an ihren ersten Tag in Heilbronn: Die reinste Informationsüberflutung. Die Studentenvereine haben Infotische aufgebaut. Das Bürgeramt füllt an vier Tischen gleichzeitig alle möglichen Formulare für die studentischen Neubürger aus. Wie funktioniert das Semesterticket? Hast du schon eine Campuscard?
Was ist wichtig, was nicht? Wer weiß es? Allein - und ganz fremd - unter 400 Leuten in der Aula: Ich kam mir vor wie ein kleines Mädchen. Erst als Christine Lickert in der Vorlesung für Verkehrsbetriebswirte Platz nahm, stellte sich ein wenig Zuversicht ein: Nur 60 Leute. Es sind doch nicht so viele.
Allererste Hilfe war und ist die Mappe . Sie steckt voll Nützlichem: Stadtplan, Gebäudeplan, Busfahrkarten, Gutschein für Schwimmbad und so weiter - sorgfältig zusammengestelltes Material für erste Schnuppertouren durch Heilbronn.
Der erste Mensch, den ich aber kennen gelernt habe, das war die Frau Leitz , strahlt Christine Lickert. Wieder nicken die Kollegen. Die Asta-Sekretärin hatte so viele Tipps. Jetzt belagern die Neulinge die Theke ihrer Nachfolgerin, Birgit Englert: Semestersticket, Studentenausweis, Zimmer-, schon Jobsuche. Es herrscht Hochbetrieb.
Und das sind die ultimativen Tipps der Drei: Die Mittwochspartys nicht auslassen; für die TSV-Party (Treffen der studentischen Vereine) unbedingt den Vorverkauf beachten; auch (mal) an Wochenenden da bleiben und mitmachen; die Feuerzangenbowle mit Feuerzangenbowle im Dezember; Joggen und Skaten in den Wertwiesen; mal auf den Gaffenberg laufen; Ausflüge nach Heidelberg, Mannheim, Stuttgart. Im Winter lockt das Aquatoll, im Sommer der Breitenauer See. Und: ab 18 Uhr fährt der Student in Heilbronn kostenlos Bus.
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