Städtische Museen bringen helle Farbe ins Haus

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Heilbronn - Seit Juni letzten Jahres laufen im Deutschhof in Heilbronn die Umbauarbeiten. Nicht nur das Haus der Stadtgeschichte entsteht dort, auch die Städtischen Museen erhalten großflächige Ausstellungsräume.




Heilbronn - Die große Baustelle im Deutschhof lässt nicht nur das Haus der Stadtgeschichte entstehen, sondern im ersten Obergeschoss des Südflügels, gegenüber der Stadtgalerie, auch drei großflächige Ausstellungsräume und einen Vortragsraum für die Städtischen Museen.

„Kostbare Exponate der Kultur- und Kunstgeschichte, die bisher nicht öffentlich zugänglich waren, werden wir ab September im Südflügel des Deutschhofs in neugestalteten Räumlichkeiten präsentieren“, kündigt Marc Gundel, Direktor der Städtischen Museen, an.

Umbau

Den Umbau, für den 225.000 Euro zur Verfügung stehen, leitet Architektin Daniela Branz vom städtischen Hochbauamt. „Der größte Eingriff am Rohbau ist der Abbruch der Zwischenwände, um von den kleinen abgeschlossenen Kabinetten zu luftig-hellen Raumeinheiten zu gelangen“, erklärt sie.

Im Juni 2011 begann das Hochbauamt mit den Abbrucharbeiten, inzwischen lassen die neugestalteten Räumlichkeiten erste Konturen erkennen. Als Bodenbelag bleibt das Parkett erhalten, es wird ausgebessert und weiß lasiert. Auch für Wände und Decken sind helle Farben vorgesehen und die Fenster, die mit Jalousien verschlossen waren, sind ab jetzt offen.

Die Fläche der im Umbau befindlichen Räume beträgt 420 Quadratmeter. Daraus entstehen 350 Quadratmeter Ausstellungsfläche. In der neuen Dauerausstellung werden magazinierte Objekte aus dem Bestand der Städtischen Museen Platz finden, die bislang nicht für die Öffentlichkeit zugänglich waren.

Im Zeichen der Stadtgeschichte

Nicht nur baulich hat das Museum durch einen Mauerdurchbruch und eine Treppe eine Verbindung zum Haus der Stadtgeschichte. Auch inhaltlich sind die Ausstellungen des Stadtarchivs und des Museums verbunden: Die neue Dauerausstellung des Museums wird ganz im Zeichen der Stadtgeschichte stehen. Somit wird der Deutschhof für die Besucher von der Eichgasse bis zur Deutschhofstraße als Ganzes erlebbar, teilte die Stadt Heilbronn jetzt mit.

Eine Raumeinheit des Museums behandelt die Erschließung der Stadt über den Neckar, eine weitere legt einen Fokus auf das 19. Jahrhundert und die Industrialisierung in Heilbronn am Beispiel der Papier- und Silberwarenproduktion. Der dritte Raum thematisiert Strömungen in der Geistes- und Kultur-geschichte des 19. Jahrhunderts.

„Wir haben vor allem gegenständliche Objekte in unseren Beständen, wogegen das Archiv überwiegend historische Dokumente zum Sprechen bringt — so ergänzen sich die beiden Bereiche ideal“, erläutert Museumsleiter Gundel. „Dazu kommt, dass wir traditionell sehr stark in der Museumspädagogik sind“, berichtet er. Objekte zum Anfassen und Mitmachinseln werden bedeutende Kapitel der Stadtgeschichte erfahrbar machen.

„Wir wollen dem Besucher Lust machen auf mehr, auf das Tiefergehen, so wie es das Stadtarchiv im Haus der Stadtgeschichte im anderen Gebäudetrakt ermöglicht“, fasst Gundel die Neukonzeption für den Deutschhof zusammen.

Eröffnung

Am 28. Juli 2012 soll das Haus der Heilbronner Stadtgeschichte pünktlich zum 86. Geburtstag seines Mäzens Otto Rettenmaier eröffnet werden. Drei Millionen Euro hat der Unternehmer dafür gestiftet. Die Städtischen Museen wollen Ende September ihre Türen für die Besucher öffnen. red


 
 

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