Training und Glück sind sein Erfolgsgeheimnis

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Michael Knobloch aus Frankenbach ist Deutscher Hochschulmeister in Karate

Michael Knobloch ist einer der besten Karatesportler weit und breit.
          Foto: Andreas Veigel
Michael Knobloch ist einer der besten Karatesportler weit und breit. Foto: Andreas Veigel

Heilbronn Michael Knobloch ist in der Knoblochstraße in Frankenbach aufgewachsen. Für den Straßennamen stand aber tatsächlich einer seiner Vorfahren Pate: Heinrich Jakob Knobloch, ehedem Bürgermeister und Ehrenbürger. "Er hatte 13 Kinder", weiß sein Nachfahre, der drauf und daran ist, den Ur-Ur-Ur-Opa an Berühmtheit zu überflügeln.

Michael Knobloch (26) zählt zu den besten Karatesportlern weit und breit. Nach einigen Titeln und Rängen auf Landesebene wurde der Träger des schwarzen Gürtels dieses Jahr Deutscher Hochschulmeister. 2007 war er in dem Team, das Hochschul-Europameister wurde. Er führt die Erfolge auf Disziplin und regelmäßiges Training zurück. "Es gehört aber auch Glück dazu."

Der Reihe nach: Nachdem er als Bub übers Kinderturnen zur Spvgg Frankenbach stieß, klinkte sich Michael mit zehn Jahren in die von Klaus Hertnagel gegründete Karateabteilung ein. Bald übernahm er dort selbst Verantwortung, machte seine Trainerlizenz und avancierte zum Leiter der 70 Mitglieder zählenden Abteilung.

Gemäß dem Motto "Wer im Verein ist, muss auch etwas für ihn tun", konzentrieren sich Michael Knobloch und seine Teamkameraden wie Hannes Weinhold, Tobias Schulz, Chris Württemberger sowie die Jugendlichen mit Ines Weinhold an der Spitze nicht nur auf den Sport. Sie bringen sich bei Feiern ein oder packen bei Helfereinsätzen mit an.

"Nebenbei" hat Knobloch 2005 am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium sein Abitur gemacht, saß 2002 bis 2004, zeitweise als Vorsitzender, im Heilbronner Jugendgemeinderat, und machte danach Zivildienst bei der Offenen Altenhilfe der Diakonie. Nicht etwa weil er ein großer Friedenskämpfer wäre, sondern "aus praktischen Gründen: damit ich meinen Sport weitertreiben kann". Die Wahl seines Studienortes und seines Wohnortes, Karlsruhe und Eppingen, hatten ähnliche Gründe. "Da kann ich mit der Stadtbahn fahren. Außerdem arbeitet meine Freundin Adrienne in Leingarten."

Mentale Stärke Auch fürs Lehramtsstudium hat er sich bewusst entschieden, wobei ihm bei seinen Fächern Mathematik und Chemie der Fokus aufs Fachliche nicht behagt. Während ihm in der Schule alles leicht gefallen war, lernte er an der Uni, "damit zu leben, dass man nicht alles verstehen kann". Mentale Stärke gibt ihm Karate. "Das hilft dir auch im Alltag." Zur Selbstverteidigung musste er sie noch nie einsetzen. "Aber das wäre auch nur in absoluten Notsituationen" erlaubt.

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