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Heilbronn - Der Zukunftspark Wohlgelegen entwickelt sich immer mehr zu einem Silicon Valley. Mit der Mietvertragsunterzeichnung zwischen dem Softwareunternehmen IBSolution GmbH (IB) und der Stadtsiedlung Heilbronn GmbH steht der Baubeginn des vierten Abschnitts an diesem Denk- und Entwicklungsstandort am Neckar kurz bevor.

Von Joachim Friedl

Heilbronn - Der Zukunftspark Wohlgelegen entwickelt sich immer mehr zu einem Silicon Valley. Mit der Mietvertragsunterzeichnung zwischen dem Softwareunternehmen IBSolution GmbH (IB) und der Stadtsiedlung Heilbronn GmbH steht der Baubeginn des vierten Abschnitts an diesem Denk- und Entwicklungsstandort am Neckar kurz bevor. "Mit dem Projekt ist es gelungen, einem jungen Heilbronner Unternehmen ein Stück Heimat und Sicherheit zu geben sowie die Vorteile eines einzigartigen Ansiedlungskonzepts zu bieten", freute sich Robert an der Brügge, Geschäftsführer der Stadtsiedlung, im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung.

Herzstück

Im September 2009 war mit dem ersten Spatenstich der Startschuss für den Zukunftspark Wohlgelegen gefallen. In mehreren Bauabschnitten wurden und werden auf einer Fläche von rund 13 Hektar zwischen altem Neckar und Hafenstraße maßgeschneiderte Gebäude für ansiedlungswillige Unternehmen entwickelt und erstellt. Die Büro- und Gewerbeflächen in den ersten beiden Bauabschnitten sind bezogen, die Fertigstellung des angrenzenden dritten Gebäudekomplexes ist im Sommer 2011 geplant.

In unmittelbarer Nachbarschaft entsteht derzeit das mit EU- und Landesmitteln in Höhe von 6,5 Millionen Euro geförderte Wissenschafts- und Technologiezentrum "WTZ", der künftige Mittelpunkt des Zukunftsparks. Mit dem Bau der Gebäude WTZ I und WTZ II, die rund 1200 Quadratmeter Büro- und 2000 Quadratmeter Laborflächen vorweisen, war im Herbst 2010 begonnen worden. Voraussichtlich zwischen September und Dezember 2011 werden die Gebäude bezogen.

Entwicklung

"In wenigen Wochen beginnen die Baumaßnahmen des vierten Bauabschnitts", blickt an der Brügge voraus. In dem entstehenden viergeschossigen Büro- und Verwaltungsgebäude wird IB, die vorübergehend Räumlichkeiten in der Salzstraße angemietet hat, im Sommer 2012 drei Stockwerke mit insgesamt 1385 Quadratmetern belegen. Die rund 700 Quadratmeter große Restfläche steht weiteren ansiedlungswilligen Unternehmen zur Verfügung. Die Stadtsiedlung investiert mehr als drei Millionen Euro in diese Baumaßnahme.

Erstellt wird das Gebäude als sogenanntes Green Building. Das bedeutet, dass das Haus 25 Prozent weniger Primärenergiebedarf hat, als durch den aktuell gültigen nationalen Standard vorgeschrieben ist.

Die IBSolution GmbH wurde 2003 gegründet und bezog kurze Zeit später Räume in der Innovationsfabrik Heilbronn (IFH). Das Unternehmen startete mit fünf Mitarbeitern und entwickelte sich rasend schnell. Innerhalb von wenigen Jahren stieg die Zahl der Mitarbeiter auf über 50 an. Aus Platzgründen zog IB zunächst in das HIP, dann in die Salzstraße um. Heute ist IB führender SAP Partner im Bereich Produkte und Lösungen mit mehr als 100 Mitarbeitern in Berlin, Dortmund, München, Zürich und in der Zentrale in Heilbronn.

Insgesamt kostet die Entwicklung des Zukunftsparks 31,5 Millionen Euro. An Eigenmitteln tragen hiervon die Stadt und die Stadtsiedlung Heilbronn zehn Millionen Euro. Dass dieses Projekt überhaupt gestemmt werden kann, ist zu einem großen Anteil auch dem Engagement des Zukunftsfonds Heilbronn zu verdanken. Im Zukunftspark werden einmal an die 400 hochqualifizierte Menschen aus der Hightechbranche arbeiten.

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