Mietspiegel ab August mit neuen Zahlen

  
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Heilbronn - Ab 1. August hat Heilbronn einen neuen Mietspiegel. Das Erstellen der Übersicht der üblichen Wohnungsmieten hat die Stadt nur 8000 Euro gekostet. Die Folgen aber werden sie teuer zu stehen kommen. 700.000 Euro mehr werden die Empfänger von Hartz-IV-Leistungen und Sozialhilfe jetzt jährlich beanspruchen können.

Heilbronn - Ab 1. August hat Heilbronn einen neuen Mietspiegel. Das Erstellen der Übersicht der üblichen Wohnungsmieten hat die Stadt nur 8000 Euro gekostet. Die Folgen aber werden sie teuer zu stehen kommen. 700.000 Euro mehr werden die Empfänger von Hartz-IV-Leistungen und Sozialhilfe jetzt jährlich beanspruchen können. 5500 Haushalte bekommen ihre Mietkosten ersetzt. Ihnen wurden bisher auf Grundlage des alten Mietspiegels die Kosten erstattet.

Die Gemeinderatsfraktionen ließen sich von dieser Aussicht nicht schrecken. Für die CDU lobte Gisela Käfer das neue Zahlenwerk, für das 8000 Mieterhaushalte durch eine repräsentative Zufallsstichprobe ausgewählt worden waren. Die Umfrage hatte verwertbare Angaben für 1200 Wohnungen ergeben.

Für Gerichtsverfahren, Kreditvergaben oder die Bemessung der Grundsteuer ist der Mietspiegel notwendige Grundlage. Die veraltete Heilbronner Liste war nicht mehr als Maßstab für die ortsübliche Miete anerkannt worden. Rainer Hinderer (SPD) freute sich, dass damit nun auch Hartz IV und Sozialhilfe angepasst werden – eine alte SPD-Forderung. Gleichzeitig appellierte er an die Vermieter, „die Mieten nicht nach oben zu setzen“, wenn die Anpassung nicht durch Investitionen gedeckt sei. Energiesparmaßnahmen könnten die Nebenkosten senken. Als „Lichtblick für Hartz-IV-Empfänger“ (Wolf Theilacker) fand die Übersicht auch die Zustimmung der Grünen. Voraussichtlich ab Ende August ist der Spiegel für 6,50 Euro beim Planungs- und Baurechtsamt erhältlich. iba

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