Lösung für Lichterfest in Sicht

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Heilbronn - Die Wirte rund um den Heilbronner Hagenbuchersee wollen in den kommenden Jahren gemeinsam das Lichterfest ausrichten. Um die Veranstaltung finanzieren zu können, wollen sie in der Unteren Neckarstraße eine temporäre Gastromeile einrichten. Das Lichterfest 2010 soll vom 8. bis 11.Juli stattfinden.

Von Joachim Friedl
Die Lichteffekte und die Buntheit machen den Reiz des Lichterfestes am alten Neckar aus. In den zurückliegenden Wochen wurde kontrovers über die Fortsetzung des Festes diskutiert. Jetzt zeichnet sich eine umsetzbare Lösung ab.Foto: Archiv/Veigel
Die Lichteffekte und die Buntheit machen den Reiz des Lichterfestes am alten Neckar aus. In den zurückliegenden Wochen wurde kontrovers über die Fortsetzung des Festes diskutiert. Jetzt zeichnet sich eine umsetzbare Lösung ab.Foto: Archiv/Veigel

Heilbronn - Wir glauben, wir haben eine Lösung für das Lichterfest gefunden, von der jeder profitiert“, äußerte sich gestern Thomas Aurich von der Gastrotreuhand GmbHCo KG gegenüber der Heilbronner Stimme. Mit „wir“ meint der Gastronom alle Wirte rund um den Hagenbuchersee: Patricia Mayer vom Insel Hotel, Köksal Kilic (Stadtfischer), Werner Pürner (Ringhotel), Umberto Scuccia (Hagenbucher Biergarten), Anastasidis Sidiropoulus (Iguana) und Jürgen Schwemmer (Waldhornschänke). Sie alle wollen künftig jeweils im Juli das Lichterfest ausrichten.

Idee

 „Das geht in die richtige Richtung“, sagte am Donnerstag auf Anfrage Michael Heinrich, Geschäftsführer der Kaufland Gaststätten-Betriebs-GmbH. Sie ist Zwischenpächterin der gastronomischen Einrichtungen im Science-Center Experimenta. Die Idee wird Heinrich den Kaufland-Entscheidungsgremien vorstellen. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie sich die Kaufland Gaststätten-Betriebs GmbH bei diesem Fest einbringen kann.

Einigkeit haben Thomas Aurich und Umberto Scuccia am Mittwoch dahingehend erzielt, dass sich Umberto Scuccia mit einem „stattlichen Betrag“ am Lichterfest beteiligt und sein Hagenbucher-Biergarten Bestandteil des Lichterfestes wird.

Belebung

Bedingung für das vom 8. bis 11. Juli 2010 geplante Lichterfest ist jedoch, dass die Untere Neckarstraße nach 16 Jahren Diskussion „endlich zur Gastromeile wird“. Gestern haben die Wirte eine Bauvoranfrage bei der Heilbronner Bauverwaltung eingereicht. Beantragt wird darin, dass die Wirte Jürgen Schwemmer und Köksal Kilic sich die Bewirtung der entstehenden Seebühne und den Vorplatz bei der Neckarterrasse teilen. „Dies soll der Belebung der Straße und der Verdrängung der dortigen Alkoholszene dienen“, nennt Köksal Kilic ein wichtiges Detail.


Ein weiterer Bestandteil der Bauvoranfrage ist, zwischen der Außengastronomie des Stadtfischers und dem Ringhotel (ehemals Burkhardt) eine durchgehende Bewirtungsfläche direkt am Seegeländer nach dem Vorbild der Schlachte in Bremen und dem Centro in Oberhausen anzuschließen. Die Fläche vor dem Ringhotel und den beiden Gebäuden bis zum Stadtfischer wollen sich das Ringhotel sowie Aurich und seine Gesellschafter teilen.

Zeitdruck

Dauern soll diese temporäre Außenbewirtung von Anfang April bis zum Weindorfbeginn. Mit einem Teil der Einnahmen aus der Außenbewirtung wollen die sieben Gastronomen das Lichterfest finanzieren. „Wir wollen dieses Fest wie bisher ohne Steuergelder ausrichten“, lautet die Vorgabe von Aurich.

Ehe jedoch die Wirte-Idee Wirklichkeit wird, müssen die Gastronomen investieren. In die Infrastruktur, um die Untere Neckarstraße für ihre gastronomischen Belange tauglich zu machen, sowie in die Möblierung. Aurich spricht von einem sechsstelligen Betrag. Aus diesem Grund denken die Wirte an einen Vertrag mit der Stadt über zehn Jahre für die gastronomische Nutzung der Unteren Neckarstraße.

Voraussetzung ist aber auch, dass die Stadt früher als geplant die Neckarterrasse einschließlich Neckarbühne umbaut und den Uferweg realisiert. Aurich: „Wir stehen alle unter einem enormem Zeitdruck.“

 
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