Längster Monat

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Der längste Monat des Jahres ist aus unerfindlichen Gründen der Januar.

Der längste Monat des Jahres ist aus unerfindlichen Gründen der Januar. Unerfindlich deshalb, weil es nachweislich sechs weitere Monate gibt, die dieselbe Anzahl an Tagen besitzen. Aber kein einziger von ihnen ist so lang wie der Januar.

Wir befinden uns (einen ganzen langen Januar schon) im Jahr der Mathematik. Wäre es da nicht an der Zeit, dass findige Köpfe sich dieses Phänomens annehmen und eine Methode ausklügeln, mit der sich die außerordentliche Länge des Januar eindeutig nachweisen ließe?

Noch sind Januarfühlige im Umgang mit dieser Besonderheit nämlich ganz auf ihr persönliches Empfinden zurückgeworfen und sehen sich gezwungen, Indizien aneinanderzureihen, um ihre Theorie zu belegen. Dabei ist die Sachlage unzweifelhaft. Zum Beispiel heute: Jetzt schreiben wir schon so lange das Jahr 2008 – und es ist immer noch Januar. Da die Mathematiker augenscheinlich nicht weiterzuhelfen bereit sind, müssen wir uns eine Anleihe bei ihren Kollegen aus der Physik erlauben.

Wäre Albert Einstein noch am Leben, er wüsste bestimmt eine Art kalenderbezogene Relativitätstheorie, die besagt, dass die Monate, je weiter das Jahr voranschreitet, kürzer und kürzer werden, schneller und schneller vergehen. Was anhand des subjektiven Erlebens jeder gewöhnliche Mensch bestätigen wird, spätestens wenn ihm beim Besorgen der Weihnachtsgeschenke der Dezember zwischen den Fingern zerrinnt. Damit wäre der Beweis erbracht, dass demgemäß umgekehrt ein Monat, der ganz am Beginn des Jahres steht, der längste Monat von allen ist. Und aus genau diesem Grund ist heute noch immer Januar.

Da morgen der Februar nun doch noch beginnt, sei zur Ehrenrettung der Mathematiker folgendes ergänzt: Für eine eventuell empfundene ungewöhnliche Länge dieses Februar gilt eine einfache Formel. Sie lautet: achtundzwanzig plus eins.

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