Grundschule Kirchhausen ist in die Jahre gekommen
Heilbronn - In der Deutschorden Grundschule Kirchhausen (DOGS) scheint auf den ersten Blick alles in Ordnung zu sein: konstante Schülerzahlen, kein Vandalismus. Allerdings ist die 1957 eröffnete Schule in die Jahre gekommen und genügt heutigen Anforderungen nicht mehr.
Heilbronn - In der Deutschorden Grundschule Kirchhausen (DOGS) scheint auf den ersten Blick alles in Ordnung zu sein: konstante Schülerzahlen, kein Vandalismus. Allerdings ist die 1957 eröffnete Schule in die Jahre gekommen und genügt heutigen Anforderungen nicht mehr.
Missstände
Rektor Helmut Bister erläuterte in der Kirchhausener Bezirksbeiratssitzung, wo der Schuh am meisten drückt. Anwesend war auch Bürgermeister Harry Mergel. Neben Missständen auf dem Pausenhof verwies Rektor Biester insbesondere auf die unzureichenden Raumverhältnisse. Es gibt keinen Fach-, keinen Werk-, keinen Musik-, keinen Computerraum. Ein Rückzugsraum für die 150 Grundschüler fehlt. Die 70 Kinder, die den ganzen Tag in der DOGS betreut werden, müssen wegen Platzmangel in Schichten in der Küche essen. Es gibt keinen Besprechungsraum, in dem Elterngespräche geführt werden können, Rektor und Sekretariat teilen sich ein Zimmer. Der Schulsport findet in der 15 Gehminuten entfernten Deutschordenshalle statt. Rektor Bister schlug vor, zumindest einen kleinen Tartanplatz bei der Grundschule zu bauen. Platz genug sei vorhanden.
Bürgermeister Mergel zeigte sich offen für die Anliegen der Kirchhausener Grundschüler. Er mahnte aber an, dass ein pädagogisches Konzept Grundlage für alle zukünftigen Erweiterungen sein müsse. Er plädierte für eine offene Ganztagesschule, an der die vorhandenen Räume mehrfach genutzt werden sollten. Er forderte Begabungen zu fördern und Defizite auszugleichen.
Neubau?
Bezirksbeirat Martin Diepgen forderte die Stadtverwaltung zum Handeln auf. Er fragte aber auch, ob ein Umbau überhaupt lohnen würde? Alban Hornung erinnerte an die vorhandenen Defizite im Bereich der Betreuung von unter dreijährigen Kindern in Kirchhausen. Auch hier bestehe dringender Handlungsbedarf. Er fragte: Sollten nicht die Projekte Grundschule und Kinderbetreuung zusammengelegt werden? Müsste man nicht ohnehin überlegen, ob ein Neubau sinnvoller für die Zukunft wäre? Sprecher Theo Rappold fragte, wie es um die Sicherheit der Kinder im Schulhaus bestellt ist. Was passiert bei einer Amok-Lage? Oder bei einem Brand? Es gebe keinen zweiten Flucht- oder Rettungsweg. Er forderte die Stadtverwaltung nachdrücklich auf, die Interessen und Rechte der Kinder zu achten und zu unterstützen. red
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