Elfjährige rettet Kind das Leben
Im Güglinger Freibad
Die Fünftklässlerin spielt mit ihren Freundinnen Wasserball, als sie plötzlich wahrnimmt, dass etwas nicht stimmt. "Im Augenwinkel habe ich gesehen, dass ein Mädchen im Wasser treibt, den Bauch nach unten, Arme und Beine von sich gestreckt", berichtet die Elfjährige. "Ich dachte, sie spielt nur tot." Zur Sicherheit taucht die leidenschaftliche Schwimmerin und ausgebildete Ersthelferin hinüber - und erschrickt: "Sie war ganz bleich, hatte Augen und Mund offen." Patricia Conz dreht den leblosen Körper um, schiebt das Mädchen an den Rand des Nichtschwimmerbeckens, wo ihr ein 15-Jähriger hilft, das Kind aus dem Wasser zu ziehen.
Die Bademeister, zum Unglückszeitpunkt beide im Bademeisterraum, eilen hinzu und reanimieren die Siebenjährige, die noch vor Eintreffen des Notarztes wieder zu sich kommt. Nach der ersten Aufregung merkt Patricia Conz, dass sie die Siebenjährige kennt: aus dem Kinderturnen. Die Gerettete wird mit dem Hubschrauber ins Heilbronner Krankenhaus geflogen. Lebensgefahr besteht nicht mehr.
"Wie die bisherigen Ermittlungen ergeben haben, war das kleine Mädchen mit ihrer zehnjährigen Schwester im Freibad", hieß es gestern von Seiten der Polizei. "Schwimmen kann sie nicht, eine Schwimmhilfe hatte sie nicht dabei." Laut Polizeisprecher Rainer Köller wird nun ermittelt, "ob von irgendeiner Seite eine Verletzung der Fürsorge-, Erziehungs- oder Aufsichtspflicht vorliegt".
Stimme.de