Der Vorstand handelt als Team

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Wolfram Rudolph will Sontheimer Offenen Kreis bekannt machen

Der neue SOK-Vorsitzende Wolfram Rudolph vor dem Bezirksamt.Foto: Veigel
Der neue SOK-Vorsitzende Wolfram Rudolph vor dem Bezirksamt.Foto: Veigel

Heilbronn Der SOK? Die meisten der 11 400 Sontheimer werden mit den Achseln zucken und bei der Abkürzung vielleicht an „Sondereinsatzkommando“ denken. Höchste Zeit also, das althergebrachte Gremium Sontheimer Offener Kreis neu bekannt zu machen. Das hat sich Wolfram Rudolph (64) fest vorgenommen. Nicht im Alleingang, im Team will der Mitte März gewählte Vorsitzende den SOK wieder ins Gespräch bringen.

20 Jahre schon engagiert sich der selbstständige Werbefotograf ehrenamtlich in der Stadtteilvertretung: als Öffentlichkeitsarbeiter, Festorganisator, Schriftführer - und jetzt als Vorsitzender. In der Ära des legendären SOK-Chefs Karl Eckert „war ich sein Büro“, berichtet Wolfram Rudolph lachend. Er kennt das Auf und Ab des SOK und war maßgeblich an der Neuordnung des Altstadtfestes in einem engeren Ring „um den Bau“ beteiligt. Doch sieht er in dem Gremium weit mehr als einen Club, der den Sontheimern alle zwei Jahre ein schönes Fest auf die Beine stellt.

Als Stadtteilvertretung will Rudolph Sontheim in der Heilbronner Stadtverwaltung neues Gehör verschaffen. Darin versteht er sogar eine Hauptaufgabe des SOK, weil der Stadtteil ohne Bezirksbeirat sonst ja gar nicht mitreden kann. Auch „eine gewisse Zuarbeit“ für die Sontheimer Stadträte Eugen Gall und Marianne Kugler-Wendt hält Rudolph für unabdingbar. Die Einbindung von Sontheim-Ost ist ihm wichtiges Anliegen, genauso die Integration der Neu-Sontheimer aus aller Welt.

Ansonsten wartet er nicht mit einer langen Liste auf, was alles erledigt werden müsste. Der neue Vorstand soll sich erst einmal zusammensetzen und gemeinsam Pläne schmieden. „Mir liegt daran, eine positive Grundstimmung zu erzeugen.“ Offenheit und Vertrauen nennt Rudolph seine Grundhaltung. Nur so könne Teamgeist entstehen, den er sich so sehr erhofft.

Der 64-Jährige kennt „sein Sontheim“ von klein auf. Er ist zwar - im Gegensatz zu vielen Heilbronnern - nicht in der Sontheimer Frauenklinik, sondern in der Stadt geboren, aber trotzdem ein waschechter Sontheimer: Auf dem Bau in die Schule gegangen lernte der junge Wolfram in Heilbronn dann Drucker, wurde Meister, Druckerei-Ingenieur und später noch Fotografenmeister, um seine Selbstständigkeit erst im Heilbronner Shoppinghaus, dann im Bahnhofsviertel zu festigen. Mit den Pfadfindern ist er groß geworden. So erklärt er seine Motivation, sich für andere einzusetzen - seit 1972 auch als evangelischer Kirchengemeinderat der Matthäusgemeinde und Vertreter in weiteren kirchlichen Gremien.

Im SOK zählt Rudolph jetzt auf die neuen, die jüngeren Mitglieder und sieht sich als Wegbereiter für den Generationenwechsel. Schriftführerin Natalie Siegle (32) und Vizevorsitzender Martin Pfeiffer (45) stehen für frischen Wind und neue Ideen. Das Altstadtfest wird weiterhin im zweijährigen Rhythmus, das nächste Mal 2010 stattfinden.

Und dann will Wolfram Rudolph dafür sorgen, dass 2013 die 75-jährige Zugehörigkeit Sontheims zur Stadt Heilbronn gebührend gefeiert und gewürdigt wird.

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