Abschied von den Dachständern

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Heilbronn - In Neckargartach werden zahlreiche Wohngebäude noch immer über Dachständer mit Strom versorgt. Die Zeag Energie AG hat jetzt damit begonnen, diesen Missstand schrittweise zu beseitigen.

In der Frankenbacher Straße in Neckargartach werden zurzeit Erdkabel verlegt. Die Stromversorgung im Stadtteil wird dadurch sicherer.Foto: Ulrike Kugler
In der Frankenbacher Straße in Neckargartach werden zurzeit Erdkabel verlegt. Die Stromversorgung im Stadtteil wird dadurch sicherer.Foto: Ulrike Kugler

Heilbronn - In Neckargartach gehen die Uhren gelegentlich etwas langsamer als in anderen Heilbronner Stadtteilen. Zahlreiche Wohngebäude wie in der Ludwigstraße oder im alten Ortskern werden noch immer über Dachständer mit Strom versorgt. Das ist nicht nur optisch unschön, wie unlängst der Neckargartacher Erhard Jöst kritisch angemerkt hat, sondern sie stellen auch ein Sicherheitsproblem dar: Bei Sturm können sie umknicken.

50 Häuser

Die Zeag Energie AG hat jetzt damit begonnen, diesen Missstand in Neckargartach schrittweise zu beseitigen. In der Frankenbacher Straße verlegt das regionale Versorgungsunternehmen einen Kilometer Niederspannungs-Erdkabel. Die Baumaßnahme wird voraussichtlich bis Anfang Mai dauern. Sukzessive geht es dann in die Seitenstraßen.

So können künftig 50 Häuser über einen Erdkabelanschluss mit Strom versorgt werden. Die Dachständer werden nach der Umstellung abgebaut. "Die Zeag investiert 130 000 Euro, damit die Bürger von Neckargartach profitieren", freut sich Otmar Pitz, Bauleiter bei der Zeag.

Durch den Anschluss der Gebäude über Erdkabel wird die Stromversorgung noch zuverlässiger, weil so die Einwirkungen von Gewittern und Stürmen nahezu ausgeschaltet werden. Außerdem profitiert das Stadtbild, wenn weniger Technik auf den Dächern sichtbar ist.

"Die Zeag erhöht fortlaufend den Anteil der Erdkabel in der Stromversorgung, denn Versorgungssicherheit ist oberstes Ziel", sagt Pitz. So liegt der Verkabelungsgrad im Zeag-Gebiet schon heute über 90 Prozent und wird fortwährend gesteigert. Dies ist deutlich höher als der Bundesdurchschnitt von 75 Prozent.

Über die baulichen Behinderungen wurden die Bewohner entlang der Frankenbacher Straße durch ein Faltblatt informiert. So werden nur relativ kurze Abschnitte aufgerissen und schnell wieder geschlossen, damit sie wieder befahrbar sind. Die Stromversorgung ist während der Bauphase gesichert. jof

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