Knorr-Arena wird zur Lavatec-Arena

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Ab Juli trägt die Heilbronner Eissporthalle einen neuen Namen: Die Knorr-Arena wird zur Lavatec-Arena.

Von Joachim Friedl

Die Heilbronner Eissporthalle heißt künftig Lavatec-Arena, nachdem Unilever aus Kostengründen auf eine weitere Nutzung des seit 2002 bestehenden Namensrechts für die Knorr-Arena verzichtet hat.Foto: Veigel/Montage: Meissner
Die Heilbronner Eissporthalle heißt künftig Lavatec-Arena, nachdem Unilever aus Kostengründen auf eine weitere Nutzung des seit 2002 bestehenden Namensrechts für die Knorr-Arena verzichtet hat.Foto: Veigel/Montage: Meissner
Heilbronn - Ab Juli trägt die Heilbronner Eissporthalle einen neuen Namen: Die Knorr-Arena wird zur Lavatec-Arena. Der Heilbronner Industrie-Waschmaschinen-Hersteller erhielt am Mittwochabend den Zuschlag durch den Aufsichtsrat der Stadtwerke Heilbronn GmbH. In blauen Buchstaben wird der Name „Lavatec“, in roten Lettern das Wort „Arena“ aufleuchten.

Die Firma Unilever, die seit 2002 mit der Eröffnung der Sportstätte die Namensrechte besaß, hatte bereits Ende des vergangenen Jahres erklärt, die Option über zwei weitere Jahre nicht wahrnehmen zu wollen. Das britisch-niederländische Konsumgüterunternehmen bezahlte dafür, dass die Halle den Schriftzug Knorr trug, einen Fixbetrag von 40 000 Euro sowie eine Leistungskomponente von 10 000 Euro pro Jahr. Diese Kosten waren letztlich der Grund dafür, dass das Sponsoring eingestellt wurde, teilte die Konzernzentrale in Hamburg auf Anfrage mit.

Die Firma Lavatec, die seit sechs Jahren den Heilbronner Eishockey Club (HEC) finanziell unterstützt und seit drei Jahren Hauptsponsor der Heilbronner Falken ist, investiert in das Trikot-Sponsoring und die Namensrechte an der Eissporthalle zusammen 200 000 Euro pro Jahr. Der jetzt zwischen den Stadtwerken und Lavatec geschlossene Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren.

„Ich freue mich, dass die Eishalle den Namen unserer Firma trägt“, strahlt Samir Tadros. In seinem großen geldlichen Engagement sieht der Lavatec-Geschäftsführer „nicht unbedingt einen kommerziellen Hintergrund“, sondern er will den Menschen dieser Stadt etwas zurückgeben: „Heilbronn war gut für uns. Wir haben hier eine bis jetzt tolle Firmengeschichte geschrieben. Da sollte man sich einbringen und Aktivitäten unterstützen“, beschreibt der gebürtige Ägypter sein Handeln.

Dass die Sportstätte ab Juli Lavatec-Arena heißt, ist Ernst Rupp zu verdanken. Der umtriebige Manager der gerade in die zweite Eishockey-Liga aufgestiegenen Heilbronner Falken konnte „in einem guten Gespräch“ Samir Tadros dazu bewegen, den Namenszug der Sportstätte zu übernehmen: „Er hat spontan zugestimmt.“ Ein Sponsoren-Suchlauf der Stadtwerke bei größeren Heilbronner Unternehmen war nach HSt-Informationen dagegen eher zäh verlaufen. Dass sich der Waschmaschinen-Hersteller derart ins Zeug legt, ist für Ernst Rupp „ein ganz wichtiges Signal für die Zukunft des Eishockeyvereins“.

„Froh, mit Lavatec einen guten Sponsor gefunden zu haben“, ist auch Manfred Schmidt, Geschäftsführer der Stadtwerke GmbH. Die Heilbronner Werke hatten 2001/2002 mit einem Gesamtaufwand von 8,1 Millionen Euro das Eisstadion mit rund 4000 Plätzen grundlegend renoviert und modernisiert und dann an den HEC als Generalpächter vergeben.

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