Kinder-Pressekonferenz in Heilbronn: Bülent Ceylan steht Kindern Rede und Antwort
Heilbronn - Wenn ein Comedian eine Pressekonferenz gibt, geht es sicher spaßig zu. 120 Kinder stümten am Samstag das Foyer der Heilbronner Volkshochschule. Mit Bülent Ceylan, Gast der 8. Kinder-Pressekonferenz der Heilbronner Stimme, gab es viel zu lachen.
Heilbronn - Wenn ein Comedian eine Pressekonferenz gibt, geht es sicher spaßig zu. 120 Kinder, die mit dieser Erwartungshaltung am Samstag das Foyer der Heilbronner Volkshochschule stürmten, wurden nicht enttäuscht: Mit Bülent Ceylan, Gast der 8. Kinder-Pressekonferenz der Heilbronner Stimme, gab es viel zu lachen. Klar wurde aber auch: Über richtig wichtige Themen macht sich der Comedy-Star nicht lustig. Die Nachwuchsjournalisten erlebten Ceylan ganz nah, ganz privat und authentisch.
Nutella muss mit
Sobald die Moderatorin, Kinderstimme-Redakteurin Fiona Drewnitzky, den jugendlichen 35-Jährigen vorgestellt hat, bestürmt ihn der Pressenachwuchs mit Fragen. Zum Beispiel: Was er auf eine einsame Insel mitnehmen würde? Ganz klar: „Integrationstabletten“, sagt der Mannheimer Deutsch-Türke. „Und ganz viel Nutella. Nutella ist wichtig.“ Und überhaupt: Die Kinder sollen ihn duzen, „sonst fühle ich mich schon so alt.“ Bei der Frage „Wovor hast du Angst?“ wird der Comedian jedoch ernst: „Vor Atomkraftwerken“, antwortet Ceylan und bekennt sich als Kernkraftgegner der ersten Stunde.
Auch wenn es das Rockerimage des Manns mit dem langen Zopf und dem Ziegenbärtchen nicht vermuten lässt: Ceylan ist auch Gegner von Alkohol und Zigaretten: „Rauchen und Trinken, das ist alles schlecht“, belehrt er seine jungen Zuhörer. Dabei hat Michelle aus Bonfeld nur gefragt, ob der Comedy-Mann als Kind schon den Klassenclown gegeben hat. Erstaunt hört sie, dass Ceylan damals eher ein ruhiger Typ und Außenseiter war: „Ich wurde gehänselt. Nicht, weil ich Türke war, sondern weil ich keine Nike trug und keine angesagten Jeans und weil ich vieles nicht mitgemacht habe, zum Beispiel nicht geraucht habe.“
Auch wenn die Klassenkameraden ihn deswegen für einen Streber hielten, merkte Ceylan früh, dass ein Spaßmacher in ihm steckte: „Mit neun Jahren habe ich begonnen, Stimmen nachzumachen. Von Boris Becker oder Helmut Kohl. Meine Mutter hat darüber gelacht und ich fand es gut, meine Leute zum Lachen zu bringen.“
Haarig
Großes Interesse gilt der Haarpracht des Comedians: „Hattest du früher kurze oder lange Haare?“ Oder: „Hast du ein eigenes Shampoo?“ Und: „Geht dir die Pflege nicht auf die Nerven?“ wollen die Kinder wissen. Und sie erfahren: „Die Haare habe ich mit 15, 16 Jahren wachsen lassen, als Ausgleich, weil meine Nase immer größer wurde. Außerdem mochte ich Rockmusik, dazu passten lange Haare. Welche Shampoo ich benutze, ist mir egal, aber ich mache am Ende immer ein bisschen Öl rein, damit sie nicht so trocken werden.“
Auch bei der Kinder-Pressekonferenz gelingt es Bülent Ceylan zu tun, was „das Wichtigste für mich ist: Leute zum Lachen zu bringen.“ Auch wenn er gesteht, ganz froh zu sein, wenn er nach der Show keine Witze mehr machen muss.

Stimme.de