Kein Lichterfest und heftige Kritik am Rathaus
Heilbronn - Jetzt ist es unumstößlich: In diesem Jahr wird es kein Lichterfest in Heilbronn geben. Die Organisatoren Thomas Aurich und Nico Weinmann erklärten ihren Ausstieg aus dem beliebten Fest rund um den Hagenbuchersee.
Heilbronn - Jetzt ist es unumstößlich: In diesem Jahr wird es kein Lichterfest geben. Die Organisatoren Thomas Aurich und Nico Weinmann von der Gastrotreuhand GmbH & Co. KG erklärten am Dienstag ihren Ausstieg aus dem beliebten Fest rund um den Hagenbuchersee in Heilbronn. Geplant war, das Lichterfest vom 14. bis 18. Juli auszurichten. Seitens der verbleibenden Wirte wurde Köksal Kilic vom Restaurant Stadtfischer beauftragt, nach möglichen zukünftigen Partnern für eventuelle Veranstaltungen in der Unteren Neckarstraße zu suchen.
Begründung
„Ich kann das Lichterfest nicht machen, weil ich das Geld dafür nicht habe“, nennt Aurich einen Grund und schiebt den schwarzen Peter an die Verwaltung weiter: „Im Rathaus hat man kein Interesse an einer temporären Gastromeile in der Unteren Neckarstraße. Mein Bauantrag wurde jetzt, obwohl er rechtlich möglich ist und alle Auflagen erfüllt sind, abgelehnt.“
Die temporäre Gastromeile von April bis Anfang September mit Ständen von der Lohtorstraße bis zur Wolfganggasse wäre jedoch die Voraussetzung für das Fest gewesen: „Früher wurde mit dem Hagenbucher-Biergarten das Lichterfest finanziert, künftig wäre es die zeitlich begrenzte Gastromeile gewesen“, nennt Gastronom und CDU-Stadtrat Aurich weitere Details.
Verlorene Jahre
„Unverständlich“ ist Aurich, weshalb das Baugesuch für die temporäre Gastromeile abgelehnt wurde. Er erinnert sich: „Neun Jahre war der Hagenbucher-Biergarten unter identischen Voraussetzungen möglich. Im Lauf dieser Jahre wurden uns mehrere Baugenehmigungen stets ohne Aufhebens erteilt.“
Nico Weinmann (FDP-Stadtrat) und Thomas Aurich ziehen daraus folgenden Schluss: „Entweder war das all die Jahre widerrechtlich genehmigt oder im Rathaus ist nach nunmehr 16 verlorenen Jahren schlicht der politische Wille für eine Gastromeile immer noch nicht vorhanden.“ Für „Verwunderung“ sorgt bei den bisherigen Veranstaltern auch die lange Bearbeitungsdauer des Baugesuchs: „Jetzt könnten wir nur zweite Wahl buchen. Das aber wollen wir nicht.“
Einmal in Fahrt, legt Thomas Aurich nach: „Gastromeile, Gäste und Lichterfest sind dem Rathaus nicht schick genug für den Hagenbuchersee. Für Aussagen der Verwaltung, man wisse noch nicht einmal, wie die Gastromeile an der Unteren Neckarstraße aussehen solle, kann ich mich nur grenzenlos schämen.“ Heilbronn habe mehr verdient als Pferdemärkte am Fluss.

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