Hunderte Gaffenberg-Kinder klatschen Beifall

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Heilbronn - Mit der Einweihung des Onkel-Tanten-Neubaus wurde am Sonntag die 86. Gaffenberg-Kinderfreizeit eröffnet. Das in den letzten Monaten durch zahlreiche Baumaßnahmen verjüngte Heilbronner Waldgelände wurde fast komplett mit Spendengeldern finanziert.

Von unserer Redakteurin Ulrike Bauer-Dörr
Das Band ist durchschnitten: (von links) Michael Dullstein, Otto Friedrich, Harry Mergel, Karl Schäuble und Holger Feldmann.
Das Band ist durchschnitten: (von links) Michael Dullstein, Otto Friedrich, Harry Mergel, Karl Schäuble und Holger Feldmann.
Heilbronn - Ob man’s unten in der Stadt gehört hat, als am Sonntagnachmittag hunderte von Kindern mit ihren Eltern, Geschwistern und Gaffenberg-Betreuern ohrenbetäubend laut klatschten, trampelten und anerkennend pfiffen? Wenige Minuten später ist der neue Onkel-Tanten-Neubau, kurz OT genannt, feierlich eingeweiht, das Band vor der Tür durchschnitten.

Nur zu dieser Einweihungsfeier dürfen alle den Neubau betreten. "Er heißt OT, nicht OTK", stellt Oberonkel Michael Dullstein unterm großen Zelt klar. "Kinder haben da drinnen nichts zu suchen. Er gehört den Betreuern." Die planen und organisieren dort die zwei Kinderfreizeiten. Sie beginnen an diesem Montag mit je 1100 Kindern. Und noch eine wichtige Funktion hat der spendenfinanzierte und mit Lärchenholz verkleidete Neubau im Wald: Hier fassen die Onkels und Tanten das Essen für ihre Gruppenkinder.

Singen vor Freude

Das Eröffnungsfest beginnt mit der traditionellen Hymne: "Wir singen vor Freude." Bunt sind sie gekleidet, die jungen Betreuerinnen und Betreuer und sie sprühen vor Begeisterung, dass es zum 86. Mal droben im Wald wieder los geht.

Karl Schäuble, der neue Vorsitzende der Heilbronner Bürgerstiftung, übergibt den teilrenovierten Gaffenberg den Kindern: "Das ist euer Reich." Bis zum Sommer 2013 wird auch noch das Zelt erneuert. Er und die anderen Grußredner danken in diesen Minuten allen, die für das Projekt gespendet haben.

Die Architekten spendierten den jüngsten Gaffenbergbesuchern einen bunt gedeckten Schokoladenschlüssel zum Aufessen.Fotos: Mario Berger
Die Architekten spendierten den jüngsten Gaffenbergbesuchern einen bunt gedeckten Schokoladenschlüssel zum Aufessen.Fotos: Mario Berger
Für den Heilbronner Sozialbürgermeister Harry Mergel, früher selber Oberonkel auf dem Gaffenberg, ist es ein wunderschöner Tag. Dass die Stadt und der Gaffenberg "ziemlich beste Freunde" sind, belegt er mit dem jährlichen 60.000-Euro-Zuschuss für die Freizeiten.

Mit ihm freuen sich der Heilbronner Dekan Otto Friedrich als Vertreter der evangelischen Gesamtkirchengemeinde, der das Gelände gehört sowie Landesjugendpfarrer Bernd Wildermuth aus Stuttgart. Zum Schluss wird allen gedankt: den Spendern und den Handwerkern, der Bürgerstiftung als Initiatorin des Spendenprojekts und den beiden Architekten Holger Feldmann und Wolfgang Hinderer.

Dann besichtigen ehemalige und jetzige Freizeitkinder, was sonst noch alles neu auf dem Gelände ist.

 
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