Vom Ein-Mann-Unternehmen zur Großkanzlei

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Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Revisa feiert 50-jähriges Bestehen

Von unserem Redakteur Jürgen Paul
Die derzeitigen Revisa-Partner (v. l). Ralf Domesle, Norbert Kühlwein, Carlo Oechsle, Matthias Wasser, Ralf Bräuer, Bernd Bührer und Karlheinz Hampp.Foto: Dennis Mugler
Die derzeitigen Revisa-Partner (v. l). Ralf Domesle, Norbert Kühlwein, Carlo Oechsle, Matthias Wasser, Ralf Bräuer, Bernd Bührer und Karlheinz Hampp.Foto: Dennis Mugler

Wenn die Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzlei Revisa heute Abend in der Ballei ihren 50. Geburtstag feiert, dürfte Horst Dieter Berroth besonders stolz sein. Denn ohne ihn ist die Erfolgsgeschichte des Unternehmens undenkbar, das heute an drei Standorten 132 Mitarbeiter beschäftigt.

Berroth ließ sich 1963 als selbstständiger Steuerberater in Neckarsulm nieder − und legte damit den Grundstein für Revisa, wenngleich der Name (abgeleitet von Revision) erst elf Jahre später eingeführt wurde. Im März 1974 gründete er die Revisa Prüfungs- und Treuhandgesellschaft GmbH als Steuerberatungsgesellschaft.

Erweiterung Das junge Unternehmen entwickelte sich in den folgenden Jahren prächtig und weitete sein Tätigkeitsfeld aus. Im Wiedervereinigungsboom gründete Berroth mit seinen Partnern 1990 eine Niederlassung in Leipzig, wo heute 18 Mitarbeiter beschäftigt sind. Zur Steuerberatung kamen in den 1990er Jahren außerdem die Bereiche Wirtschaftsprüfung und Unternehmensberatung hinzu. "Wir haben uns nie daran gehalten, einen sturen Weg in dem Sinne zu verfolgen, so haben wir es schon immer gemacht’", erinnert sich Berroth in der aktuellen Revisa-Festschrift. "Unser Blick war stets nach vorne gerichtet, Marktimpulse aufnehmend, immer die Grenzen des steuerlich Möglichen auslotend."

So beackert die Kanzlei heute auch Spezialgebiete wie Fusionen und Unternehmensübernahmen, Nachfolgeregelungen oder versicherungsmathematische Gutachten. Selbst im Bereich Kreislaufwirtschaft/Entsorgung sind die Neckarsulmer mit Revisa Cycle-Proof aktiv.

Natürlich profitierte das Unternehmen wie die gesamte Branche in den vergangenen Jahrzehnten davon, dass das Steuerrecht immer komplexer geworden ist und es permanente Neuerungen etwa im Bilanzierungs- oder Erbschaftsteuerrecht gegeben hat. Auch die zunehmende Digitalisierung verschafft den Prüfern und Beratern reichlich Arbeit. Auf die fortschreitende Internationalisierung des Rechts und der Kundenbedürfnisse reagierten die Neckarsulmer im Jahr 2000 mit dem Beitritt zur weltweit agierenden Alliott Group.

Verwurzelung Revisa blieb gleichwohl immer in der Region verwurzelt. Davon zeugen Kooperationen mit anderen Gesellschaften, Kanzleiübernahmen sowie die Gründung der Öhringer Niederlassung 2010, wo 24 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Horst Dieter Berroth hätte sich 1963 kaum träumen lassen, dass aus seinem Ein-Mann-Büro einmal eine Kanzlei mit 132 Mitarbeitern werden würde. Obwohl er sich schon 1996 aus dem Unternehmen zurückgezogen hat, ist er "seiner" Revisa nach wie vor aufs Engste verbunden − und wird heute kräftig mitfeiern.

H. D. BerrothFoto: Revisa
H. D. BerrothFoto: Revisa
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