Netto prüft jetzt Zeltverkauf in Badstraße

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Abbrucharbeiten des Discounters in Jagstfeld beginnen − Bäckerei verkauft bis Mitte Juli weiter

Von unserem Redakteur Wolfgang Müller
Der alte Netto-Markt in Jagstfeld wird abgerissen. Der Bäckereiverkauf geht bis Mitte Juli weiter. Noch in diesem Jahr soll der neue Markt stehen und öffnen.Foto: Seidel
Der alte Netto-Markt in Jagstfeld wird abgerissen. Der Bäckereiverkauf geht bis Mitte Juli weiter. Noch in diesem Jahr soll der neue Markt stehen und öffnen.Foto: Seidel

Die Vorbereitungen für den Neubau des Netto-Marktes im Bad Friedrichshaller Stadtteil Jagstfeld sind angelaufen. Das alte rund 500 Quadratmeter große Geschäft nahe der Bundesstraße 27 hat geschlossen und wird jetzt ausgeräumt. Noch für dieses Jahr hat Netto die Eröffnung des neuen etwa 1000 Quadratmeter großen Marktes angekündigt.

Standort Arbeiter entbeinen die Gebäude Hohe Straße 1 und 2. Gleichzeitig prüft der Lebensmittel-Discounter, ob während der Bauzeit ein sogenannter Zeltverkauf in der Badstraße auf dem Platz vor der Jahnhalle stattfinden kann. Die Bäckerei Hirth hat bis Mitte Juli weiterhin am derzeitigen Standort im alten Nettomarkt geöffnet.

Ob im Stadtteil Jagstfeld eine größere Versorgungslücke entsteht, ist derzeit noch nicht geklärt. "Netto bemüht sich ernsthaft um einen Zeltverkauf. So wie es uns versprochen wurde", sagte Bürgermeister Peter Dolderer.

Eine Fläche von 16 Mal 56 Meter ist für den provisorischen Verkauf im Zelt notwendig. Große Flächen gibt es in Jagstfeld zwar. Drei Standorte hatten sich allerdings bereits als ungeeignet erwiesen. Geprüft wurden der Parkplatz vor dem alten Kindersolbad, der Parkplatz beim Sportpark und ein Gelände nahe der Schulen in Jagstfeld. Ob die vierte Variante in der Badstraße möglich ist, wird sich laut Dolderer in etwa zwei Wochen herausstellen.

Für den Jagstfelder Bäcker Johannes Hirth ist inzwischen "die Kuh vom Eis". Die kurzfristigen Kündigung seines Pachtvertrages durch die Stadt Anfang des Monats wollte er nicht akzeptieren. "Ich wäre auf meinen Personalkosten sitzen geblieben, ohne Umsatz machen zu können", sagt Hirth.

Zunächst hatte es so ausgesehen, als ob er sein Geschäft im alten Nettogebäude mit Beginn der Bauarbeiten schließen müsste. Auf eine Entschädigungszahlung ging die Stadt nicht ein, obwohl sie die Kündigungsfrist von drei Monaten nicht einhalten konnte. Die Stadtverwaltung wurde von der Kündigung des Pachtvertrages durch Netto ebenso überrascht wie Hirth.

Anbau Nach einem Gespräch mit dem Lebensmitteldiscounter, der Gelände und Gebäude von der Stadt erworben hat, kann Hirth bis Mitte Juli weiterverkaufen. Das alte Gebäude wird zwar abgerissen. Der Anbau, in dem der Bäckereiverkauf untergebracht ist, bleibt aber vorerst bestehen, so Hirth. "Das scheint offenbar zu funktionieren. Die Zufahrt bleibt ebenso wie die Versorgungsleitungen", betont der Bäcker, der seine Mitarbeiter dort jetzt weiter beschäftigen kann.

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