Agnes Christner wird neue Sozialbürgermeisterin
Agnes Christner wird Nachfolgerin des designierten Oberbürgermeisters Harry Mergel (SPD) als Sozialbürgermeisterin. Die Kandidatin für das Bürgermeisteramt, für das die SPD-Fraktion im Heilbronner Gemeinderat das Vorschlagsrecht hat, wurde am Dienstag im Rathaus präsentiert.

Die spontane Reaktion auf die Personalie kommt von der Caritas Heilbronn-Hohenlohe: Regionalleiter Stefan Schneider las bei einem Termin in Stuttgart die aktuelle Nachricht auf stimme.de und rief in der Redaktion an: „Eine sehr gute Wahl“, ließ der Sozialfachmann wissen. Agnes Christner kenne man in den Verbänden der Sozialpolitik in Baden-Württemberg bestens und schätze ihre fachliche Kompetenz.
Die 55-jährige ledige Stuttgarterin ist Dezernentin für Soziales, Jugend, Arbeit und Beschäftigung beim Städtetag Baden-Württemberg, wo sie seit November 1986 tätig ist. Die Diplom-Verwaltungswirtin, die ihre Berufslaufbahn im Sozialamt der Stadt Stuttgart begann, ist parteilos, bezeichnet sich selbst aber als „familiär sozialdemokratisch geprägt“. „Ihr Schwerpunkt und ihre große Erfahrung im Sozialbereich waren uns wichtig“, erläuterte Mösse-Hagen die Auswahl. Das Sozialamt im Heilbronner Rathaus ist mit rund 1000 Mitarbeitern das größte Einzelamt der Stadt. Mit ausschlaggebend waren auch die Kontakte der Städtetags-Dezernentin zum Landtag und zu den Ministerien.
Neun Interessenten hatten Gespräche mit der SPD-Fraktionschefin geführt. Die SPD-Fraktion wurde am Montagabend informiert und stimmte der Kandidatur einmütig zu. Im Laufe des Dienstag informierte Mösse-Hagen auch die anderen Fraktionen im Heilbronner Gemeinderat. Am Abend nimmt Agnes Christner an der Verabschiedung von OB Helmut Himmelsbach teil, den sie aus dem Städtetag kennt.
„Ich fühle mich mit der Entscheidung ausgesprochen wohl“, sagte die SPD-Frontfrau der Heilbronner Stimme, „wegen der fachlichen Qualifikation und wegen der sympathischen Persönlichkeit“. Auf das Geburtsjahr 1958 angesprochen, erklärte Mösse-Hagen: „So viel Erfahrung bekommt man nicht sehr viel jünger“, eineinhalb Wahlperioden als Bürgermeisterin aber seien ein guter Zeitraum.
Die Bürgermeisterwahl findet am 5. Juni im Gemeinderat statt. iba
Stimme.de