Großes Interesse an Pflanzen und Goji-Beeren
Gut besuchte Tage der offenen Tür in der Gärtnerei Umbach - Betriebe werben für Minigärtner-Projekt

Die frühlingshaften Temperaturen haben die Menschen am Wochenende nach draußen gelockt. In der Heilbronner Gärtnerei Umbach konnten Pflanzen- und Beerenfreunde die Gartensaison eröffnen. "Jetzt ist die Zeit zum Einpflanzen", sagt am Samstag eine Frau, die vollbepackt mit Blumentöpfen die Gärtnerei verlässt. Viele Gartenbesitzer und Hobbypflanzer nutzten die beiden Tage der offenen Tür, um sich auf dem weitläufigen Gelände des Bioland-Betriebs umzuschauen und sich beraten zu lassen.
TCM und Superfood
Auf großes Interesse stieß bei den Besuchern die Goji-Leidenschaft von Inhaber Klaus Umbach. Seit 2011 baut der Gärtner Goji-Beeren an, die in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet werden und die als besonders gesund geltendes Superfood in Europa auf dem Vormarsch ist. Vorreiter Klaus Umbach hat sich nach einigen mehr oder minder erfolgreichen Experimenten mit 15 verschiedenen Goji-Sorten auf die Beere Turgidus spezialisiert, die besonders süß ist. Auf einem Hektar rund um seine Gärtnerei im Heilbronner Süden baut Umbach die Beere an, rund vier Tonnen will er von einem Hektar ernten. Die Besucher informierten sich über die Pflege dieser besonderen Pflanzen, über die Wirkung der Beeren und ihre mögliche Verwendung in der Küche.
Klaus Umbach, der sich als "Überzeugungstäter" in Sachen Goji-Beeren bezeichnet, stand geduldig und kenntnisreich Rede und Antwort. Das große Interesse an der Beere bestätigt ihn in seinem Tun, jetzt hofft der Goji-Beeren-Züchter darauf, dass sich die jahrelange Arbeit auch finanziell auszahlt.
Projekt "Europa Minigärtner"
Für Kinder zwischen neun und elf Jahren wartete in der Gewächshalle ein besonderes Angebot. "Europa Minigärtner" heißt das Projekt, das Kinder an die Natur und das Gärtnern heranführen soll. Simone Mauk von Pflanzen Mauk in Lauffen und Lena Zürn von der Möckmühler Gärtnerei Zürn pflanzen mit den Kindern Kresse ein, die die Minigärtner anschließend mit nach Hause nehmen dürfen. "Ich finde es wichtig, dass die Kinder solche Erfahrungen machen, weil sie häufig keine Berührung mehr mit Pflanzen und der Natur haben", sagt Simone Mauk. Sie hat im Vorfeld viele Schulen angeschrieben, damit zumindest zehn Minigärtner zusammenkommen, um eine Gruppe zu gründen, die sich monatlich trifft und in bestimmte Bereiche des Gartenbaus reinschnuppern können.
Neben Mauk und Zürn nehmen auch die Gärtnereien Umbach, die Bioland-Gärtnerei Landes aus Oedheim, Biegert Garten- und Landschaftsbau aus Leingarten, die Baumschule Schimmel aus Neckarsulm, die Gärtnerei Widmann aus Heilbronn, Wino Biolandbau aus Brackenheim und Weinsberger Rosenkulturen an dem Projekt teil.
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