Friedenssymbole für Hiroshima
Kraniche werden auf dem Kiliansplatz für Opfer der Atombombe gefaltet

Heilbronn - Es ist nur ein Symbol: Kraniche werden auf dem Heilbronner Kiliansplatz gefaltet, um an den Atombombenabwurf über der japanischen Stadt Hiroshima heute vor 62 Jahre zu erinnern. Für die Menschen, die ein Stück rotes, blaues oder grünes Papier in die Hand nehmen, ist es ein wichtiges Symbol.
Für Jeanette Wern vom Friedensbüro Heilbronn, das die Mahnwache organisiert, sind es diese kleinen Zeichen, die notwendig sind, um etwas auf der Welt zu ändern. „Die mörderische Kraft von Atombomben darf nie wieder eingesetzt werden. Deshalb müssen diese Waffen weltweit verboten werden. Dazu ist aber auch der Druck der Öffentlichkeit notwendig.“
Etwas überrascht ist Elbio-Hugo Caletti. Der Offenauer hatte mehr als nur ein Plakat und einen Stehtisch erwartet: „Vor einigen Jahren wurden Kerzen im Neckar schwimmen gelassen. Da waren mehr Menschen da.“ Er sei über die Rüstungsausgaben entsetzt, dass sie immer weiter stiegen, gibt er als Motivation an, Kraniche zu falten. „Man muss ein Zeichen setzen, dass das Leben auch anders möglich ist“, ist der gebürtige Italiener überzeugt.
Der Kranich ist ein Friedenssymbol in Japan. Nach der Legende, erzählt Jeanette Wern, erfährt derjenige ein glückliches und zufriedenes Leben, der tausend mal tausend Kraniche faltet. In Hiroshima hatte Sadako Sasaki, ein kleine Mädchen, nach ihrer Erkrankung an Leukämie wegen des Bombenabwurfs an, 644 Kraniche gefaltet. Dann war sie gestorben. Zu ihren Ehren gibt es ein Mahnmal, das immer mit einer Kette aus Papierkranichen geschmückt ist. nac
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