Der Buga-Sommer hat begonnen
Viele nutzen das Wetter, um das Gartenschaugelände, aber auch die Innenstadt Heilbronns zu erkunden. Die Sonnenschirme sind heiß begehrt.

Das Chorfest und ein Drachenboot-Rennen, dazu blauer Himmel und Temperaturen um die 30 Grad. Dieses Wochenende ist nicht nur für die Buga herausragend gewesen, sondern für ganz Heilbronn. Die Veranstaltungen haben Tausende Besucher in die Stadt und aufs Gelände gelockt.
Das erste richtige Buga-Wochenende
Für Steffen Schoch vom Heilbronner Marketing sind die vergangenen Tage unvergleichlich gewesen: "Aus meiner Sicht war es das erste richtige Buga-Wochenende, wie wir uns das alle vorgestellt haben", sagt er auf Nachfrage der Heilbronner Stimme. "Tolles Wetter, fröhliche Menschen - alles ist draußen unterwegs." In Restaurants und Cafés sitzt kaum einer drinnen, viele genießen ihr Eis oder ein kühles Getränk im Freien. "Der Neckar ist belebt, die Gastronomie gut besucht und alle Altersgruppen in der Stadt unterwegs", resümiert Schoch.
Viele nutzen das Wetter auch, um die Stadt näher kennenzulernen. "Die Führungen waren gut gebucht", weiß Schoch. Parkplätze - auch die für Busse - sind belegt. "Und die Wohnmobile standen am Freitag erstmals in drei Reihen. Man hätte meinen können, das wäre die CMT in Stuttgart."

Buga-Sprecherin Suse Bucher-Pinell ist sich sicher, dass hohe Temperaturen die Gäste nicht abschrecken: "Wir glauben, dass sich Besucher eher auf sonnige Tage freuen und die Buga gerne besuchen, anstatt sich davon abhalten zu lassen." Noch sei es nicht so heiß, dass Freibäder oder Seen Konkurrenz wären. "Das könnte eher im Hochsommer der Fall sein bei längeren Hitzeperioden wie im vergangenen Jahr. Nach den kühlen Regentagen genießen viele Besucher den Besuch auf der Buga bei Sonne und Wärme."
Nicht jeder ist bei diesen hohen Temperaturen zufrieden
Tatsächlich sind am Wochenende viele Menschen auf dem Gelände unterwegs. Doch nicht jeder ist zufrieden. Eine Familie aus Bad Friedrichshall, die nicht namentlich erwähnt werden möchte, sucht vor der Sonne Schutz im Schatten eines Blumenkübels. Die Mutter cremt ihre beiden Söhne gerade mit Sonnenmilch ein. "Wir kommen nicht gut mit der Hitze klar. Die Anlage ist zwar sehr schön, aber es gibt zu wenig Schattenplätze", sagt sie. Vor allem für die Kinder sei es schwierig. "Als Erwachsener kann man sich unter einen Baum setzen", sagt der Vater.
Die Mutter beklagt auch fehlenden Sonnenschutz an den Spielplätzen. "Die Rutsche aus Metall ist sehr heiß, und es gibt kein Sonnensegel darüber. Dort, wo die Wasserspiele sind, ist es auch sehr heiß und am Strand ist es zu voll." Der Vater glaubt sogar, sein dreijähriges Kind habe sich die Füße auf der Rutsche verbrannt. "Unser Großer stand schreiend auf der Rutsche", meint die Mutter. "Ich bin da empfindlich, aber ein Sonnenstich ist nicht schön." Die Familie habe versucht, sich so gut es geht am Wasser abzukühlen. Umso weitläufiger das Buga-Gelände, desto weniger Schatten gebe es.
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Ganz anders sehen es Diana und Harald Winter. "Wir hatten kein Problem, einen Platz unter einem Sonnenschirm zu finden. An solchen Tagen könnte man zwar zehn mehr brauchen, aber es passt auf jeden Fall." Mit Kindern sei es eine andere Situation, weil sie mehr Schatten benötigen würden. "Es ist jetzt nun mal heiß. Es steht jedem frei zu kommen", sagt Diana Winter. "Man weiß ja, wie das Wetter wird, und Wasser gibt es auch genügend zum Spielen."
"Schatten spielte bei den Planungen von Anfang an eine große Rolle", sagt Bucher-Pinell. "Für die Buga-Zeit meinen wir, ein gutes Verhältnis von Sonne und Schatten gefunden zu haben." Im Inzwischenland mit den Pappeln gebe es einen Bereich mit schattigen Plätzchen. "Darüber hinaus haben wir über das ganze Gelände verteilt Sonnenschirme aufgestellt, die sehr gerne genutzt werden. Die Gesamtzahl planen wir nicht zu erhöhen", sagt die Buga-Sprecherin.
Schattige Orte
Schattige Plätzchen waren am Wochenende besonders gefragt. Doch reichen die Sonnenschirme auf der Buga aus? "Sie sind über das ganze Gelände verteilt. Zusätzliche werden wir nicht aufstellen. Es fehlen aber noch einige, die der Sturm ein paar Tage nach Eröffnung zerstört hat. Ersatz haben wir sofort danach bestellt, er wurde aber noch nicht geliefert", sagt Buga-Sprecherin Suse Bucher-Pinell.
Schatten hätte von Anfang an eine große Rolle gespielt. "Insgesamt haben wir fast 1000 Bäume dauerhaft gepflanzt, es wird also durchaus grün werden", so Bucher-Pinell.
Auf unserer Webseite Buga aktuell finden Sie weitere Informationen über die Heilbronner Bundesgartenschau 2019 und Hintergrundberichte. Dazu gibt es 360-Grad-Rundgänge über das Gartenschau-Gelände und Vorher/Nachher-Aufnahmen von der Entstehung der Buga.
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