Heilbronn

Buga Heilbronn: So viel kosten die Tickets

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Die Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH stellte am Mittwoch die Eintrittspreise für das vom 17. April bis 6. Oktober 2019 laufende Großereignis vor.

Von Kilian Krauth

Noch 754 Tage: Auf einer Stele am Marktplatz läuft der Countdown. Auf dem 40 Hektar großen Ausstellungsareal nördlich des Hauptbahnhofs laufen die Bauarbeiten – und auf der anderen Seite des Neckars stellte die Bundesgartenschau Heilbronn GmbH gestern im Innovationspark die Eintrittspreise für ihr vom 17. April bis 6. Oktober 2019 laufendes Großereignis vor. Ein besonderes Augenmerk, so Oberbürgermeister Harry Mergel und Buga-Chef Hanspeter Faas, legte man bei der Preisgestaltung auf Familienfreundlichkeit und auf junge Leute.

Kinder unter 15 Jahren haben freien Eintritt 

Kinder unter 15 Jahren werden sogar freien Eintritt haben. Laut dem erfahrenen Buga-Macher Faas „hat es dies bei bisherigen Schauen nicht gegeben“. „Familienfreundlichkeit und Chancengleichheit“ gehören laut OB zu den großen Zielen der Stadtpolitik: von gebührenfreien Kindergärten mit Sprachunterricht bis zum Hochschul-Ausbau. In diesem Sinne müssen junge Leute zwischen 15 und 25 – unabhängig ob sie Studenten, Schüler, Azubis oder berufstätig sind – nur acht Euro Eintritt zahlen. Auch dies sei fürs Bugas neu. Die nachwachsende Generation soll darüber hinaus mit speziellen Angeboten gelockt werden.

Eine Kategorie „Familienkarte“ gibt es nicht. Ein Erwachsener mit Kindern zahlt also nur für sich Eintritt (Tageskarte: 23 Euro; Dauerkarte: 110 Euro) und kann Kinder bis zum Alter von 14 Jahren umsonst mitnehmen. Zwei Erwachsene zahlen also zwei Karten. Für Senioren und Gruppen gelten Sonderkonditionen (siehe Grafik). Bei Schulklassen oder Kindergartengruppen zahlen nur die Begleiter (ermäßigte) Preise.

„Die Preisfrage ist immer eine sensible Sache. Ob man eine Karte aber teuer oder günstig nennt, ist sehr subjektiv“, sagte Faas und meinte mit Blick auf Freizeitparks, große Bäder oder Fußballstadion: „Im Prinzip ist das immer eine Frage des persönlichen Interesses und des Angebotes.“ Insofern halte er von Vergleichen mit anderen Gartenschauen nichts. Jede habe ihr eigenes Profil und Heilbronn biete neben „100 Prozent Gartenschau zusätzlich noch mindestens zusätzlich 50 Prozent Stadtausstellung“: nämlich 22 hochmoderne Wohn- und Geschäftshäuser, die zeigen wollen, „wie der Städtebau der Zukunft in einem Ballungsraum aussehen kann“, wie OB Mergel sagte, der gar von einer „XXL Buga“ sprach.

Mit 12.000 Besuchern am Tag wird gerechnet

So sei die Schau kein Selbstzweck, sondern die Initiale für die Erschließung eines neuen Stadtteils. Entsprechend unterscheide man bei der Finanzierung zwei Bereiche: Die auf Dauer angelegte Infrastruktur koste 144 Millionen Euro und werde von Stadt und Land bezahlt, wobei durch den Verkauf von Grundstücken Geld zurück in die Stadtkasse fließe. Daneben gebe es einen 44 Millionen Euro umfassenden Durchführungshaushalt für die Buga, zu dem die Stadt zehn Millionen Euro beisteuere.

Rund 34 Millionen Euro muss die Buga GmbH also selbst aufbringen. davon sollen 28 Millionen Euro durch den Kartenverkauf in die Kasse fließen, was laut Faas bei 2,2 Millionen „Besuchen“ der Fall sei; darin eingerechnet sind kostenlose Kinderkarten und Dauerkarten, deren Besitzer bei dieser Rechnung im Schnitt zehn Mal in den 173 Tagen zur Buga kommen müssen.

Im Schnitt rechnet Faas mit 12.000 Besuchen am Tag, „wobei es bei Schlechtwetter auch mal nur 2000 sein können, an Spitzentagen aber über 20.000“. Die Infrastruktur mit Logistik, WC oder etwa Parkplätzen sei sogar auf 25.000 ausgerichtet. „Aber auch bei 30.000 gehen wir nicht kaputt.“

 

Weitere Infos unter www.buga2019.de

 

 

 

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