Bis zu acht Häuser in Alt-Böckingen fallen
Die westliche Stockheimer Straße in Alt-Böckingen soll Zug um Zug ein völlig neues Gesicht bekommen. Die Stadtsiedlung Heilbronn plant hier, bis zu acht alte Wohnhäuser abzureißen und neue Wohnhäuser zu bauen.
Allerdings sollen die Abbrucharbeiten nicht auf einen Schlag, sondern nach und nach stattfinden. Die Häuser sind teilweise noch bewohnt, so befindet sich etwa an der Ecke zur Brucknerstraße eine Flüchtlingsunterkunft.
Mit der teilweisen Aufhebung einer Erhaltungssatzung für Alt-Böckingen machte der Heilbronner Gemeinderat bereits den Weg für das Vorhaben frei. Die um einen gemeinsamen Innenhofbereich angeordneten Gebäude zwischen Stockheimer Straße, Brucknerstraße und Heuchelbergstraße (hier steht nur die Adresse Nr. 81 zur Disposition) bilden ein einheitliches Siedlungsquartier.
Charakteristisch sind vor allem die um 1930 entstandenen zweigeschossigen Häuser mit steilem Walmdach, abgesetztem Sockel und den durch Klappläden und breiten Fenstersimsen gestalteten Fassaden.
Wegen des einheitlichen Bildes war der Bereich ursprünglich als erhaltenswert geschützt worden. Doch nach Angaben der Stadtsiedlung, die die Wohnungen vermietet, seinen die Häuser inzwischen in einem „sehr schlechten Zustand“, eine Sanierung wäre zum Großteil „finanziell nicht mehr tragbar“, erklärt Christoph Böhmer vom Amt für Planung und Baurecht.
Allein für die Hausadressen Heuchelbergstraße 81 und Stockheimer Straße 60 käme eventuell auch eine Renovierung in Frage. Die restlichen Häuser, also die Stockheimer Straße mit geraden Hausnummern zwischen 42 und 60 sowie Brucknerstraße 2, 4 und 6 sollen nach und nach abgebrochen und mit sechs punktförmigen Mehrfamilienhäusern entlang der Straße und um einen begrünten Hof ersetzt werden. Insgesamt fallen hier 30 Wohneinheiten weg, 38 werden neu geschaffen.
Die Wohnfläche würde sich mehr als verdoppeln: von derzeit 1250 auf 2550 Quadratmeter. Die Stadtsiedlung will die Wohnungen nicht verkaufen, sondern selbst vermieten. Für Autos ist eine neue Tiefgarage vorgesehen. In die genauere Planung werde die Stadtsiedlung erst nach dem jüngsten Ratsbeschluss einsteigen.


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